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NRW

Ausgebeutetes Opfer sagt in Prostitutionsprozess aus

Donnerstag, 13. Juni 2019 - 04:00 Uhr

von dpa

Der mutmaßliche, unter anderem wegen Zwangsprostitution, angeklagte Bordellbetreiber hält eine Akte hoch. Foto: Jörn Perske/Archiv

Hanau (dpa/lhe) - Im Prozess gegen mutmaßliche Bordellbetreiber wegen des Aufbaus einen bundesweiten Prostitutionsrings mit Transsexuellen aus Thailand sagt eines der Opfer aus. Es handelt sich um eine von drei Nebenklägerinnen, die heute erstmals vor dem Hanauer Landgericht Rede und Antwort steht. Sie war unter anderem in Siegen (Nordrhein-Westfalen), Rastatt (Baden-Württemberg) und Maintal (Main-Kinzig-Kreis) tätig. Bei dem Opfer handelt sich es laut Anklage um einen „transsexuellen Geschädigten“.

Angeklagt sind vier thailändische Frauen und ein deutscher Mann im Alter zwischen 49 und 63 Jahren. Sie sollen mit weiteren Mittätern die Prostituierten per Flugzeug nach Deutschland eingeschleust haben. Unter anderen handelte es sich laut Anklage um Männer, die sich einer Geschlechtsumwandlung zur Frau unterzogen hatten. Dies geschieht in Thailand teils bereits mit der Absicht, sich zu prostituieren, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt im Vorfeld berichtet hatte.

Vorgeworfen wird den Angeklagten Zwangsprostitution, gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern, Ausbeutung von Prostituierten, Vorenthalten und Veruntreuung von Arbeitsentgelt sowie Steuerhinterziehung.