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DFB-Pokalfinale: Bayer Leverkusen in der Einzelkritik

Samstag, 4. Juli 2020 - 22:35 Uhr

von dpa

Leverkusens Sven Bender (l) und Bayerns Kingsley Coman kämpfen um den Ball. Foto: Michael Sohn/AP Pool/dpa

Berlin (dpa) -

Hradecky: Bei den ersten beiden Toren machtlos, rettete glänzend gegen Müller (21.). Dann mit dem Riesen-Bock beim 0:3.

L. Bender: Die lange Verletzungspause war ihm anzumerken. Kämpferisch ein Vorbild, aber mit ungewohnten Fehlern beim Abspiel und Timing.

S. Bender: Bester Leverkusener. Stark in Zweikämpfen mit Lewandowski, mit einem Tor des Willens, aber mit Stellungsfehler vor dem 0:3.

Tapsoba: Bayers Shooting-Star der Rückrunde war oft ein Unsicherheitsfaktor. Verursachte ungestüm den Freistoß vor dem 0:1.

Wendell: Mit viel Offensivdrang, seine linke Seite war dadurch aber nicht nur beim 0:2 viel zu offen.

Aranguiz: Konnte das Bayer-Spiel nicht wie gewohnt ordnen und die Kreise von Kimmich und Goretzka nicht eindämmen.

Baumgartlinger: Gab nicht die erhoffte Sicherheit. Völlig unnötiger und fataler Aufbau-Fehler vor dem 0:2. Zur Pause raus.

Diaby: Bester Offensiv-Spieler Bayers. Eindrucksvolle Sprint-Duelle mit Davies. Tolles Solo (57.), bevor Volland über den Ball trat.

Amiri: Eroberte viele Bälle, verlor sie aber schnell wieder. Vertändelte kurz vor der Pause den Ball im Strafraum und musste raus.

Bailey: Der Bayern-Schreck vom November begann gut, ließ dann aber schnell stark nach. Ohne wirklich klare Offensiv-Aktion.

Havertz: Bekam als falsche Neun keine Bälle. Trieb von der Zehn an und war deutlich wirkungsvoller. Verwandelt den Elfer zum 2:4.

Kevin Volland: Kam zur Pause als echter Stürmer, traf aber nach zwei hervorragenden Diaby-Hereingaben den Ball nicht (57./66.).

Kerem Demirbay: Deutlich präsenter als Vorgänger Baumgartlinger auf der Sechs. Wichtig auch bei Standards wie der Ecke zum 1:3.

Karim Bellarabi: Kam eine Viertelstunde vor Schluss. Mit einigen guten Szenen. Beschimpfte Diaby nach ungenauer Hereingabe lautstark.

Mitchell Weiser: Durfte gegen seinen Ex-Club für acht Minuten plus Nachspielzeit ran.