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DFL-Geschäftsführerin Hopfen warnt vor Symbolpolitik

Mittwoch, 17. August 2022 - 17:41 Uhr

von dpa

Donata Hopfen, Geschäftsführerin der DFL GmbH und Hans-Joachim Watzke (Borussia Dortmund), sprechen. Foto: Bernd Thissen/dpa

Dortmund (dpa) - DFL-Geschäftsführerin Donata Hopfen hat in der Diskussion über die Energiekrise davor gewarnt, „den Fußball als Symbolpolitik zu missbrauchen“. „Schon in der Corona-Krise war es so, dass wir mit über 90 Prozent Impfquote deutlich besser waren als die Durchschnittsbevölkerung“, sagte die 46-Jährige am Mittwoch bei der Generalversammlung aller 36 deutschen Proficlubs mit Verweis auf die damals prominente Betrachtung des Fußballs.

Der Profifußball sei bereit, seinen Beitrag zur Energiekrise zu leisten: „Alle Clubs haben die Relevanz der Energieversorgung und der möglichen Knappheit für sich selber auf der obersten Priorität. Wir werden als Fußball dazu beitragen, was wir beitragen können und tun alles, um mögliche Einsparungen zu generieren.“

Hans-Joachim Watzke pflichtete Hopfen bei und verwies auf Maßnahmen bei Borussia Dortmund, mit deren Hilfe „sicherlich 15 Prozent Energie eingespart“ werden könnte. Von ersten Forderungen, aus Energiespargründen auf internationale Spiele zu verzichten, hält der DFL-Aufsichtsratschef und BVB-Geschäftsführer jedoch nur wenig: „Wenn sie Erwartungen haben, dass wir die Europapokalspiele abschaffen, muss ich sie enttäuschen. Unser Geschäftsprinzip basiert darauf, dass wir gegeneinander spielen“, antwortete Hans-Joachim Watzke auf eine entsprechende Frage.

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