Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
NRW

Männer nach Razzia gegen mutmaßliche Terrorzelle in Haft

Freitag, 14. Februar 2020 - 16:40 Uhr

von dpa

Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archiv

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach den Razzien in mehreren Bundesländern gegen eine mutmaßliche rechte Terrorgruppierung hat der Generalbundesanwalt 12 der 13 Beschuldigten festnehmen lassen. Vier der Festgenommenen stammen nach dpa-Informationen aus Nordrhein-Westfalen. Ein Mann aus dem Landkreis Minden-Lübbecke ist demnach ein Gründungsmitglied, zwei weitere aus demselben Landkreis sowie ein Mann aus Hamm sollen Unterstützer der Gruppe sein. Einer der Verdächtigen ist laut Innenminister Herbert Reul (CDU) ein Verwaltungsbeamter bei der NRW-Polizei. Welche Rolle er in der Gruppierung eingenommen hat, war zunächst unklar.

Am Freitagmorgen waren in Nordrhein-Westfalen vier Wohnanschriften durchsucht worden: Zwei in Minden, eine in Porta Westfalica und eine in Hamm. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass fünf mutmaßliche Rechtsextremisten die Terrorgruppe gegründet und Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime ins Auge gefasst haben. Acht weitere Verdächtigen sollen sie dabei unterstützt haben, unter anderem mit Geld und Waffen. Die Durchsuchungen fanden an insgesamt 13 Orten auch in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt statt. Alle Festgenommenen sind Deutsche und Männer.