NRW

Nubbel-Verbrennung beendet den Karneval

Dienstag, 13. Februar 2024 - 04:21 Uhr

von dpa

Zum Ende der fünften Jahreszeit verbrennen Karnevalisten den Nubbel. Die Strohpuppe dient sinnbildlich als Sündenbock für die Vergehen der Menschen. Foto: Roberto Pfeil/dpa

Köln (dpa) - Mit der Nubbel-Verbrennung endet in Köln in der Nacht zum Aschermittwoch offiziell der Karneval. Am Dienstagabend wird auf Plätzen und vor vielen Kneipen der sogenannte Nubbel, eine Strohpuppe, verbrannt. Die Puppe büßt damit stellvertretend für die von den Menschen während der Karnevalszeit begangenen Sünden. Zuvor tragen die Jecken den Nubbel traditionell in einem Trauerzug unter lautem Wehklagen zu seinem Scheiterhaufen.

Der Brauch kam erst nach dem Zweiten Weltkrieg auf, doch davor wurde der Nubbel schon am Ende einer Kirmes verbrannt. Auch sagt man auf Kölsch, wenn man nicht weiß, wo jemand steckt: „Dä es beim Nubbel“ (Der ist beim Nubbel).

© dpa-infocom, dpa:240212-99-964162/3