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NRW

Prozessbeginn: Fataler Unfall nach Geschwindigkeitsrausch

Mittwoch, 11. September 2019 - 11:27 Uhr

von dpa

Justitia mit Sonne und Taube. Foto: Arne Dedert/Archivbild

Stuttgart (dpa/lsw) - Unter starken Sicherheitsvorkehrungen hat in Stuttgart der Mordprozess gegen einen mutmaßlichen Raser begonnen, der bei einem fatalen Unfall den Tod von zwei jungen Menschen verschuldet haben soll. Der 20-Jährige soll an einen Abend im vergangenen März bei einer Tempofahrt die Kontrolle über seinen gemieteten Sportwagen verloren haben. Er sei vor dem Crash mit seinem PS-starken Auto und 160 bis 165 Stundenkilometern auf eine Kreuzung in der Innenstadt zugerast, sagte die Staatsanwaltschaft zum Auftakt des Prozesses am Mittwoch vor dem Stuttgarter Landgericht.

Nach einem Gutachten habe der 20-jährige Deutsche das Gaspedal voll durchgedrückt, um die höchstmögliche Geschwindigkeit des Sportwagens auszutesten. Als er einem anderen Fahrzeug an einer Kreuzung ausweichen wollte, verlor er die Kontrolle über sein Auto mit 550 PS. Mit rund 100 bis 110 Stundenkilometern rammte er einen stehenden Kleinwagen. Dessen 25 Jahre alter Fahrer und die 22 Jahre alte Beifahrerin starben, der Jaguar-Fahrer und sein Beifahrer blieben unverletzt. Die beiden Opfer waren erst kurz vorher aus Nordrhein-Westfalen nach Stuttgart gezogen.