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NRW

Sechs Zeugen im Lügde-Prozess erwartet

Freitag, 12. Juli 2019 - 01:39 Uhr

von dpa

Einer der Angeklagten kommt mit einem Aktenordner vor dem Gesicht in einen Saal des Landgerichtes. Foto: Friso Gentsch

Lügde/Detmold (dpa/lnw) - Am fünften Verhandlungstag um den Missbrauchsfall von Lügde sollen am Freitag weitere Opfer aussagen. Vor dem Gericht in Detmold könnte ein Verteidiger auch Vorwürfe gegen eine Zeugin erheben.

Im Missbrauchsfall von Lügde sollen heute sechs weitere Zeugen aussagen. Vier von ihnen sind mutmaßliche Opfer, wie eine Sprecherin des Landgerichts Detmold mitteilte. Andreas V. (56) aus Lügde und Mario S. (34) aus Steinheim sind wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen in mehreren hundert Fällen angeklagt. Beide hatten die Taten zu Prozessbeginn vor zwei Wochen gestanden.

Am fünften Verhandlungstag könnte der Verteidiger von Andreas V. in einer Erklärung einen Vorwurf gegen eine Zeugin erheben, die bereits ausgesagt hatte. Sein Mandant hatte gegen die Frau - Mutter eines Opfers - Strafanzeige wegen Erpressung gestellt. Die Frau hatte die Anschuldigung über ihren Anwalt als Lüge zurückgewiesen. Der Vorgang wurde erst jüngst über Medienberichte bekannt und war im Prozess noch kein Thema.