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NRW

Urteil im Mordprozess um zerstückelte Leiche erwartet

Donnerstag, 17. Oktober 2019 - 02:37 Uhr

von dpa

Ein Richterhammer aus Holz auf einer Richterbank. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Köln (dpa/lnw) - Eine Frau soll ihren Ehemann vergiftet und ihn dann mit einem Messer getötet haben. Ihr Geliebter soll bei der Beseitigung der Leiche geholfen haben. Mehr als ein Jahrzehnt nach der Tat soll es nun ein Urteil geben.

Mehr als elf Jahre nach der Tat wird im Mordfall um eine zerstückelte Leiche das Urteil erwartet. Die 38 Jahre alte Ehefrau des Opfers ist vor dem Kölner Landgericht wegen heimtückischen Mordes angeklagt. Mit ihr auf der Anklagebank sitzt ihr damaliger Liebhaber. Dem 45-jährigen Deutschen wird Beihilfe vorgeworfen.

Er soll der Polin im Juni 2008 geholfen haben, die Leiche des Opfers im Badezimmer zu zerteilen. Zuvor soll die Frau dem 46-Jährigen Gift verabreicht und ihn dann mit mehreren Messerstichen getötet haben. Die Leichenteile sollen die Angeklagten in Plastiksäcke verpackt und in Flüssen in Belgien und den Niederlanden entsorgt haben.

Im Verfahren vor dem Landgericht berief sich die Frau auf Notwehr. Ihr Ehemann sei in der Tatnacht gewalttätig gewesen. Der mitangeklagte Liebhaber hatte im Prozess gestanden, seiner damaligen Freundin beim Zerteilen und Entsorgen der Leiche geholfen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft forderte für die Frau eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes. Ihre Verteidigung plädierte wegen Notwehr auf Freispruch. Für den 45-Jährigen beantragte die Anklagebehörde viereinhalb Jahre Haft wegen Beihilfe zum Mord.