NRW

Zeugnisübergabe am besten in der Schule? Köln stellt klar

Mittwoch, 27. Januar 2021 - 16:16 Uhr

von dpa

Der Ausschnitt eines Zeugnisses. Foto: Maria Berentzen/dpa/Symbolbild

Köln (dpa/lnw) - Nach Irritationen um ein Schreiben zur Übergabe von Zeugnissen hat die Stadt Köln ihre Aussagen nachträglich klargestellt. „Hier ist wohl ein kleines Missverständnis entstanden“, erklärte ein Sprecher am Mittwoch. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hatte zuvor von einem Schreiben berichtet, in dem Schulen empfohlen worden sei, die nun zu vergebenden Halbjahreszeugnisse persönlich auszuhändigen - mitten in Zeiten des Distanzunterrichts.

In einem neuen Schreiben vom Mittwoch hieß es nun, dass eine Mail vom vergangenen Donnerstag „scheinbar“ für „Irritationen“ gesorgt habe. Die „Handlungsempfehlung“ sei „missverständlich ausgedrückt“ gewesen, erklärte das Amt für Schulentwicklung. „Selbstverständlich ist es nicht unser Anliegen, dass alle Kölner Schülerinnen und Schüler in die Schule kommen müssen.“

Es sei um Spezialfälle gegangen, in denen eine Aushändigung vor Ort die „fristgerechte Übergabe“ unterstützen werde - wegen des höheren Aufkommens seien Verzögerungen bei der Post denkbar. „In allen anderen Fällen spricht aus unserer Seite nichts gegen einen Versand als Kopie und eine Aushändigung des Originalzeugnisses zum späteren Zeitpunkt im Präsenzunterricht“, so das städtische Amt.

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hatte berichtet, dass die Verwaltung den öffentlichen Schulen zu einer persönlichen Aushändigung vor Ort geraten habe. Ein Verschicken per Post solle nur in Ausnahmefällen vorgenommen werden, sei formuliert worden. Begründet worden sei das damit, dass das Versenden der Originalzeugnisse mit Zustellnachweis erhebliche Kosten und personellen Aufwand bedeute.

In Nordrhein-Westfalen erhalten rund 2,5 Millionen Schüler bis zum Wochenende unter Corona-Schutzbedingungen ihre Halbjahreszeugnisse. Wie genau die Ausgabe erfolgt, darüber können die einzelnen Schulen entscheiden. Stichtag der Übergabe ist Freitag, 29. Januar.