500 Impfdosen für Kinder organisiert

500 Impfdosen für Kinder organisiert

Jetzt sind die Kinder an der Reihe. Sie werden geimpft. Damit reagieren Ärzte der Stadt auch auf eine gestiegene Nachfrage bei Familien: 500 Impfdosen speziell für Kinder konnten für Emsdetten organisiert werden.

300 Kinder auf der Warteliste

Ausreichend für eine Gemeinschaftsaktion der Praxis von Dr. Julius Rosenfeld, der Stadt Emsdetten und der Gemeinschaftspraxis Kirchstraße mit Dr. Joachim Kamp und Dr. Cüneyt Bilecen.

Die Fakten stehen jetzt fest: Geimpft wird am Samstag, 15 Januar, ab 9.30 Uhr. Die Stadt stellt die Räumlichkeiten, so dass dann für die Impfaktion das neue Familienbüro zwischen Katthagen und Rathausplatz zur Verfügung steht. „Das ist gut geeignet, weil es einen Durchgang bildet“, so Dr. Bilecen. Die Kinder mit ihren Eltern könnten vorne eintreten, weiter geht‘s an der Beratung vorbei und dann zum Impfen: „Alle drei beteiligten Ärzte werden die Beratungsgespräche übernehmen, das Impfen selbst erledigt unser geschultes Personal.“ Dr. Bilecen hat keine Zweifel, dass die Impfdosen verabreicht werden können: „Die Aktion läuft bis 14.30 Uhr, wir werden zwischendurch vielleicht über das Internet Termine freigeben, wenn das möglich ist. Notfalls machen wir länger.“

Bürgermeister Oliver Kellner ist ebenso optimistisch, dass der Andrang groß sein wird: „Allein bei Dr. Rosenfeld gibt es eine Warteliste von über 300 Kindern, die geimpft werden möchten, da bin ich optimistisch, dass das ein Erfolg wird.“

Über 90 Prozent geboostert

Die Kinderimpfung ist die nächste Chance aus Sicht der beteiligten Ärzte, eine Herdenimmunität anzustreben: „Wenn wir die Impfverweigerer nicht erreichen, ist das eine gute Alternative“, ist Bilecen sicher und betont: „Über 90 Prozent der Erwachsenen in Emsdetten ist bereits geboostert.“ Das sei die Zahl, die der Kreis Steinfurt ausgegeben hat. Rekordverdächtig. Genau das sei aber auch das Ziel: „Wir wollen nicht einfach nur impfen, sondern wir wollen spitze sein“. Die Impfung selbst ist nach seinen Erfahrungen nicht nur vollkommen unproblematisch, „es sind auch keine schlimmen Nebenwirkungen bekannt“. Die Dosis betrage ein Drittel des sonst üblichen Impfstoffs: „Das hat sich bewährt“. Er selbst gehe ebenso wie seine Kollegen auch über die allgemeine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) hinaus und würde nicht nur empfehlen, etwa vorerkrankte Kinder zu impfen: „Wir sollten alle Kinder ab 5 Jahren impfen. Sie schützen so ihr familiäres Umfeld und tragen zur Herdenimmunität bei.“