Emsdetten

Liveblog zu „Emsdetten gegen Rechts“

4.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Sonntag, 4. Februar 2024 - 17:27 Uhr

von Newsdesk

Foto: Stephan Heesch

„Emsdetten gegen Rechts“: Tausende Teilnehmende werden am heutigen Sonntag, 4. Februar, in der Emsdettener Innenstadt zur Demonstration gegen rechts und Rechtsextremismus erwartet. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Aufgrund der großen erwarteten Teilnehmerzahl ist die Bühne vom Rathausplatz zur Frauenstraße umgezogen.

Demo-Veranstalter ist die EBI. Dahinter steht ein Aktionsbündnis, dem sich alle Parteien in Emsdetten angeschlossen haben. Beginn der Demo ist um 17 Uhr. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.

Von der Demo berichten Max Bertemes, Ralf Schacke und Sebastian Kröger.

18.18 Uhr. Mit diesen Impressionen von der Demonstration „Emsdetten gegen Rechts“ verabschieden wir uns aus diesem Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse!

Bildergalerie

Demo Emsdetten gegen Rechts

Sonntag, 4. Februar 2024
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Foto: Stephan Heesch

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Foto: Stephan Heesch

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Foto: Max Bertemes

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18.11 Uhr. Die Demonstration ist nun beendet. Die Polizei schätzt 4.850 Teilnehmende. Heidi Winter-Gerresheim: „Wir gehen von 5.000 aus!“ Sicher ist: Es waren sehr viele, die sich nicht stören ließen von Sturm und Regen. Da wird sich auch eine AfD warm einpacken müssen.

18.09 Uhr. Zeit für ein gemeinsames Signale Lied zum Abschluss, das zusammen angestimmt wird: „We shall overcome!“... „we are not afraid“. Alles angefeuert vom aufziehenden Sturm: „We walk hand in hand...“

18.08 Uhr. Auch „Detten Rockt“ ist dabei. Philipp Möcklinghoff erinnert an das Potsdamer Treffen und die Pläne, die dort geschmiedet wurden, Millionen auszuweisen. „Wir stehen hier heute zusammen, um zu sagen: So nicht. Ein Angriff auf diese Menschen ist ein Angriff auf uns alle!“ Seit 20 Jahren beobachte er einen Rechtsruck, den bis heute niemand aufgehalten habe: „Wir hätten schon viel früher auf die Straße gehen sollen, um gegen rechts zu demonstrieren.“ Jetzt müsse man dran bleiben, sich nicht auseinandertreiben lassen. „Faschismus und Antifaschismus ist einfach nicht das Selbe“. Seine Botschaft: „Die Demokratie zu verteidigen ist unsere gemeinsame Pflicht“. Und: „Wir alle zusammen gegen den Faschismus!“

18.06 Uhr. Die Sticker zur Demo wurden während der Veranstaltung verkauft. Sie waren so beliebt, dass sie innerhalb kurzer Zeit ausverkauft waren. „Es wird eine neue Auflage geben“, teilen die Veranstalter mit.

18.02 Uhr. Der andauernde und starke Regen sorgt dafür, dass einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Demonstration bereits verlassen. Die anderen harren unter Schirmen aus.

Foto: Max Bertemes

Foto: Max Bertemes

18.00 Uhr. Auch Jürgen Coße (MdB, SPD) spricht von einem „wunderschönen Bild trotz des schlechten Wetters.“ Diese Botschaft gehe von Emsdetten aus: „Wenn man die Zahlen der Demos zusammenzählt, sind es mehrere Millionen Menschen, die für Freiheit und Demokratie zusammenkommen.“ Es verweist auf die Fakten: „Es gibt 24 Städten und Gemeinden im Kreis Steinfurt. Und in keiner hat die AfD einen Sitz!“ Trotzdem müsse man auch hier und in Zukunft „aufstehen gegen rechts“. Er sie mit Blick auf die Masse „stolz auf Emsdetten.“

17.56 Uhr. Jetzt redet ein gebürtiger Syrer, der schon länger in Emsdetten lebt: „Mein Name ist Abdull, ich lebe seit 2016 in Emsdetten und hier möchte ich auch bleiben.“ Er stellt sich als Flüchtling aus Allepo vor. Er habe einen deutschen Pass bekommen: „Bin ich dadurch ein anderer Mensch? Nein! Ich bin ein Erdenbewohner!“ Seine Erkenntnis mit Blick auf die Parteien: „Wer etwas gegen Fremdenfeindlichkeit tut, das ist auf gar keinen Fall die AfD.“ Er habe Hoffnung, wenn hier so viele Menschen zusammenkommen würden, um für Demokratie und Vielfalt zu kämpfen.

17.49 Uhr. Nach der Ansprache von Vogler singt der Chor „Signale“ den Artikel 1 der Menschenrechte. Die, so heißt es, müssten alle laut und deutlich immer wieder eingefordert werden. „Alle Menschen sind frei und gleich ...“

17.44 Uhr. Jetzt spricht Kathrin Vogler (Bundestagsabgeordnete der Linken): „Hallo Detten, großartig“, sagt sie. Alle zusammen würden man die Brandmauer gegen rechte Hetze bilden, wie sie das Land jetzt brauche. Angesichts der faschistischen Gefahr müssten alle Demokraten zusammenstehen, wird sie lauter. Wer die AfD wähle, der lege sich ja nicht mit denen da oben an, was er vielleicht erreichen will, sondern „der tritt nach unten“, gegen die „Schwächsten der Gesellschaft – das darf nicht sein.“ Nach unten treten und nach oben buckeln, das habe noch nie dazu geführt, dass es kleinen Leuten besser gehe.

17.41 Uhr. Anja Karliczek (MdB, CDU) geht ans Mikro und wird nicht nur bejubelt. Der Beifall hält sich auch zu Beginn ihrer Ansprache in Grenzen, als sie betont, dass es beeindruckend sei, wie viele Menschen sich hier versammelt hätten trotz Regen: „Flagge zeigen gegen Rechtsextremismus und Hetze“. Respekt und Achtung vor allen anderen, bezeichnet sie als „unverhandelbare Tugenden.“ Demokratisch müsse man etwas ändern. Hass und Hetze seien noch nie eine Lösung gewesen. Sie rief allen zu: Unsere Demokratie ist nicht selbstverständlich, und schon gar nicht garantiert“, ruft sie alle dazu auf, sich in demokratischen Parteien zu engagieren.

17.39 Uhr. Die Polizei schätzt die Zahl der Versammlungs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer auf 4.800.

Foto: Max Bertemes

17.36 Uhr. Reinhild Tamm-Krake vom Beirat für Menschen mit Behinderung ergreift das Wort und spricht als gebürtige Emsdettenerin „Ich weiß, dass viele mit der Politik in Berlin nicht einverstanden sind, das berechtigt aber nicht dazu, die AfD zu wählen.“

17.30 Uhr. Ingrid Berkemeyer ist als Emsdettener Bürgerin auf dem Podium: Sie spricht von einem starken Zeichen für Toleranz, Demokratie und Vielfalt. „Als jemand, der 1960 geboren wurde, gehörte ich zur ersten Generation, die nicht von den Schrecken des Krieges betroffen war. Trotzdem tragen wir die Verantwortung sicherzustellen, dass wir nie wieder dunkle Zeiten haben.“ Aufpassen, dass aus dem Funken jetzt kein Brand entsteht, sagt sie. „Ich erteile der Forderung der AfD, Leute des Landes zu verweisen, eine klare Absage.“ Ihr Credo ruft sie den Zuhörern entgegen: „Besser bunt als braun!“. Und sie betont: „Gemeinsam sind wir stärker als jede Hetze und jeder Versuch, uns zu entzweien!“

17.26 Uhr. Gute Stimmung, die sich in Form von Applaus unter den Regenschirmen zeigt.

17.22 Uhr. Jan-Niclas Gesenhues (MdB, Grüne) betont in seiner Ansprache: „Meine Heimatstadt Emsdetten steht stabil für Freiheit und gegen Menschenfeindlichkeit.“ Ein wichtiges Zeichen in dieser Zeit: „Wir müssen in den nächsten Wochen dran bleiben, an der Kaffeetafel, am Arbeitsplatz, beim Sport, klare Kante zeigen gegen rechts.“ Dann findet er noch einige Wort zur AfD, die aus seiner Sicht „eurofeindlich ist und unserer Wirtschaft zugrunde richten will. Diese Partei werde niemals in Deutschland Verantwortung übernehmen.“ Und Gesenhues wird lauter: „Sie wäre keine Alternative, sondern der Absturz für Deutschland.“ Passend dazu halten Demonstranten ein Plakat hoch: „Ekelhafd“ steht drauf.

Foto: Max Bertemes

17.19 Uhr. Leichter Nieselregen setzt wieder ein. Die Schirme werden aufgespannt – da sind auch viele bunte darunter.

Foto: Max Bertemes

17.16 Uhr. „Wehret den Anfängen, nie wieder ist jetzt“, sagt AWO-Chef und EBI-Aktiver Herbert Speemanns. Schutzsuchenden Asyl gewähren stehe im Grundgesetz, betont er: „Asylrecht ist Menschenrecht und Hände weg vom Grundgesetz“. Mit Blick auf die Demo fügt er hinzu: Rassismus und Antisemitismus haben in Emsdetten keinen Platz!“

17.14 Uhr. Vom Morgentaubrunnen über den kleinen Brink, bis in die Kirch- und Frauenstraße hinein: Die Demonstranten verteilen sich durch die Innenstadt. Wie viele es genau sind – da tut sich auch die Polizei schwer. „Einige tausend werden es wohl sein“. Eine offizielle Schätzung des Einsatzleiters folgt.

17.09 Uhr. Unter großem Applaus verlässt Kellner die Bühne. „Nie wieder ist jetzt“, schließt er seine Rede.

17.06 Uhr. Emsdettens Bürgermeister Oliver Kellner ist der erste Redner. „Wow! Was für ein Bild. Ich bin wirklich beeindruckt!“, begrüßt er von der Bühne. „Emsdetten und mir ist es von jeher wichtig, Vielfalt zu gestalten“, sagt er. Emsdetten stehe für den interkulturellen Dialog. „Wir schweigen nicht und setzen somit ein kraftvolles Zeichen“, dankt er den Teilnehmenden. „Auf Emsdetten ist Verlass. Darauf bin ich stolz.“

17.05 Uhr. „Ich weiß gar nicht, wie viele Leute die Bühne nicht sehen können“, überlegt Mechthild Tecklenborg, Mitorganisatorin der Demo, mit Blick auf die Menge.

Foto: Max Bertemes

Foto: Max Bertemes

17 Uhr. Es gibt reichlich Ordner in gelben Jacken. Darunter viele bekannte Gesichter, wie die stellvertretenden Bürgermeisterinnen der Stadt. Die Laune der Teilnehmenden ist trotz des ernsten Anlasses offenbar gut. Sie reden, plaudern, lachen, gestärkt von einer großen Gemeinschaft. Die Veranstalter der EBI im Schulterschluss mit einem bunten Bündnis aus Parteien und Vereinen war ursprünglich von 1.000 Teilnehmenden ausgegangen. Die werden es schnell sein. Polizei und Stadt sprachen von bis zu 5.000 Demonstranten, die man erwarten würde. Da wird der Regen sicher nicht mitspielen.

16.58 Uhr. Auf der Rednerliste stehen unter anderem: Kathrin Vogler (Bundestagsabgeordnete der Linken), Jan-Niclas Gesenhues (MdB der Grünen), Jürgen Coße (MdB, SPD) und Anja Karliczek (MdB, CDU). Zudem wird Bürgermeister Oliver Kellner sprechen, ein Vertreter von „Detten Rockt“ und ein Vertreter von Menschen mit Migrationshintergrund.

16.55 Uhr. Die drei Lieder wurden noch einmal einstudiert, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Mitsingen animiert. Jetzt gibt es eine Botschaft von oben – in doppelter Hinsicht. Der Regen hat nachgelassen und die Glocken von St. Pankratius erklingen. Sobald diese verstummen, geht es mit der Demo los.

16.51 Uhr. Der Regen in Emsdettens Innenstadt lässt langsam nach, der Platz vor der Bühne auf der Frauenstraße füllt sich.

16.45 Uhr. Die Demo wurde bereits am Montag bei der Polizei angemeldet. Sie soll von 17 bis 19 Uhr stattfinden, zunächst war sie für den Rathausplatz vorgesehen. Aufgrund der hohen erwarteten Teilnehmerzahl wurde dann die Bühne aber auf die Frauenstraße verlegt.

16.39 Uhr. Mit bis zu 5.000 Teilnehmenden rechnen die Veranstalter bei der heutigen Demo. Wir sind auch mit Blick auf den aktuellen Regen gespannt, wie viele es werden. In Rheine waren am vergangenen Dienstag nach Polizeiangaben 7.000 Demonstrantinnen und Demonstranten auf der Demo „Rheine bleibt bunt“. Erwartet hatten die Veranstalter hier „nur“ 2.000.

16.30 Uhr: Herzlich willkommen zu unserem Liveblog von der Demo „Emsdetten gegen Rechts“! Wir berichten hier aus der Innenstadt und halten Sie auf dem Laufenden.