Emsdetten

Von Tauben, Schulden und Jubiläen

Rosenmontag: Der Andrang groß, der Zug bunt, die Sonne lacht

Montag, 12. Februar 2024 - 17:30 Uhr

von Ralf Schacke

Ein Spielmannszug auf Rädern, Barbie und der Bürgermeister, Farbenpracht und Kamelle und dazu das perfekte Wetter in einer vollen City: „Dottland, Helau!“ Der Rosenmontagszug überzeugte mit Themen, Farben, Stimmung.

Foto: Bernd Oberheim

„Dottland, Helau!“ Die Barbies und Kens dieser Welt hatten ihren Spaß.

Voll war´s. Auch weil´s sonnig war – so ein närrisches Glück! Bunt war´s sowieso. Und die Wagen als über alles thronende Narrenschiffe waren echte Hingucker.

Von Post, Fütterei und Sammelfieber

Ehrlich: Vom Rückgriff der Dorfbauern auf das Sambamotto (vor 75 Jahren, wir berichteten vom Wagenbaujubiläum) bis zu den großen Jubelschiffen von Hollingern (100 Jahre Schützenverein) und Täötenclub (25 Jahre). Aber: Die Dorfbauern verzichteten in diesem Jahr auf schmückende Senioritas, die ja damals vom Wagen entfernt werden mussten, weil sie zu scharf geraten waren!

Bildergalerie

Rosenmontagszug in Dottland

Montag, 12. Februar 2024
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Foto: Bernd Oberheim

Foto: Bernd Oberheim

Foto: Bernd Oberheim

Foto: Bernd Oberheim

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Foto: Bernd Oberheim

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Foto: Bernd Oberheim

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Foto: Bernd Oberheim

Foto: Bernd Oberheim

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Foto: Fabian Kronfeld

Foto: Fabian Kronfeld

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Foto: Victoria Bodenstein

Foto: Victoria Bodenstein

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Foto: Victoria Bodenstein

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Foto: Victoria Bodenstein

Foto: Victoria Bodenstein

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Foto: Victoria Bodenstein

Wer einmal einen Spielmannszug auf Rädern erleben wollte, den belohnte die Westumer Einigkeit: 50 Jahre Wagenbau, eine runde Sache. Da ging´s optisch zurück in die Gründungs-70er-Jahre. Begleitet vom Spielmannszug, der kurzer Hand samt Tambourmajor auf den Wagen gepackt wurde – eine gute Idee! Dann waren da noch die kleinen und großen politischen Themen. Lokales voran: „Keine Post in Detten, die Stadttauben müssen es retten“, meinen die Austumer und ersetzten auf ihrem Narrenschiff die ganze Poststation –die endgültig Emsdetten verlässt – durch Brieftauben, die ja bekanntlich hier fett gefüttert werden.

Foto: Bernd Oberheim

Fleißige Kamellesammler gab es in allen Kostümen und Altersklassen am Straßenrand.

Volltreffer ins Herz der kleinen und großen Narren, die den Straßenrand säumten. Voll war´s überall. Die Kinder sammelten fleißig: Jubel-Fruchtgummitüten von den Täöten, die auch ihr Markenzeichen – die roten Nasen zum Aufstecken – fleißig unters Volk brachten. Dazu Waffeln, Chipstüten und Schokoriegel bis zum Abwinken. Einmal „Helau!“ rufen, laut und klar, und schon regnete es Süßkram.

81 Wagen voller Stimmungsmacher

Noch etwas fiel sofort ins Auge: Polizeipräsenz wie selten zuvor. Überall flanierten Fußstreifen in kleinen Gruppen: Das Kostüm wirkte, Randale wurde bis zum frühen Abend nicht verzeichnet. Folglich verkündete auch in der Halbzeit ein KGE-Zugmacher Entwarnung: „Alles läuft prima und rund“, sagte Klaus Niehoff nach einer Stunde und sieben Minuten. Bis dahin waren die kompletten 81 Wagen des Rosenmontags am Rathaus vorbei gerauscht – ohne große Lücken.

Da traf Barbie den Bürgermeister Oliver im Schuldenbunker, die KGE feierte ihre neue Wagenbauhalle mit einem Schäckel (Ehrenpräsident) davor, der sich wie eine Primaballerina im Kreis drehte.

Foto: Bernd Oberheim

Der Oli im Schuldentempel. Da hat Barbie mehr Erfolg.

Dazu die Jubeltrupps, die vor allem Stimmung machten: Allen voran die Kolpinger mit ihrem Wagen zum Jubelelferrat von Christoph Hemesath, der sein Zehnjähriges feiert: Musik ist Trumpf, so das Motto, das stimmungsvoll umgesetzt wurde. Nicht zu vergessen der Elferrat vom Thomas III Weischer aus dem Vorjahr, der den ganzen Wagen zur Showbühne machte: „Das halten die nicht durch“, unkte eine Zuschauerin beim Start in Höhe des Volldampfs. Sie hielten durch: Tanzend, johlend, mitreißend. So ganz nebenbei wurde fleißig Süßes geworfen. Ein toller Abschied – als Neuanfang.

Vom Straßen- zum Hallenkarneval

Apropos Volldampf: Auch die Kneipen mischten von Beginn an beim Rosenmontagszug kräftig mit. Tore los und frisches Pils vom Fass – das nahm so mancher Besucher dankbar an. Apropos fleißig getrunken: Auch WC-Angebote wurden eindeutig verstärkt, was dankbar angenommen wurde.

Nach gut zwei Stunden ging´s vom Zug in die Ems-Halle und mitten hinein in den Kneipenkarneval. Da waren sich alle einig: Ein wirklich toller Umzug!