Rheine

Bürgermeister mahnt Disziplin an

Corona: Fallzahlen steigen leicht aber stetig

Donnerstag, 6. August 2020 - 19:00 Uhr

von Matthias Schrief

Foto: Privat

Aktuell steigen auch in Rheine die Fallzahlen der Menschen wieder an, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben. Bürgermeister Peter Lüttmann ruft die Bürger dazu auf, „zur alten Disziplin zurückzukehren“.

Corona kehrt zurück. Langsam aber stetig. Im Bund, im Land, im Kreis und in der Stadt Rheine. Rheines Bürgermeister Peter Lüttmann bestätigte die Tendenz in einer Videobotschaft am Mittag. Konkret: Im Kreis Steinfurt befanden sich am Donnerstagmittag 71 Infizierte in Isolierung. Schwerpunkte im Kreis sind die Städte Rheine mit 21 Infizierten in Isolierung und Ibbenbüren mit 20. „Das ist keine sprunghafte Entwicklung nach oben, aber deutlich steigend und stetig“, sagte Lüttmann. Sein Fazit: „Wir sollten alle zur alten Disziplin zurückkehren.“

Mitglieder einer Großfamilie betroffen

Welche Personen sind betroffen? Unterschiedlich. Im nordöstlichen Kreis ist eine Familie betroffen, die aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt ist. Ein anderer Herd entwickelte sich nach einer Familienfeier. Und in Rheine und in Ibbenbüren sind Mitglieder einer Großfamilie betroffen. Auch hier hat offenbar ein Urlaubsrückkehrer das Virus in die Familie getragen, teilte die Kreissprecherin auf Anfrage mit.

Lüttmann weist indes darauf hin, dass nicht die Urlaubsrückkehrer die größte Gruppe unter den Betroffenen seien. Das Virus verbreite sich bei Familienfeiern, am Arbeitsplatz oder auch in den Pflegeeinrichtungen.

Lüttmann rechnet mit weiteren positiven Tests

In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass gestern im Umfeld des Coldinne Stiftes rund 300 Personen getestet wurden, weil es dort eine Mitarbeiterin gibt, die sich mit dem Virus infiziert hatte. Die Frau befindet sich inzwischen in Quarantäne. „Wir müssen damit rechnen, dass weitere positive Tests dazu kommen“, sagte Lüttmann.

In zahlreichen Kommentaren, die ihn über die digitalen Netzwerke erreichten, spiele die Schuldfrage eine Rolle. Da werde gefragt, wer für die Zunahme der Fälle verantwortlich sei. „Es macht keinen Unterschied wo und wie man sich infiziert“, sagte Lüttmann. Manche Menschen seien vorsichtig, manche unvorsichtig. „Wir haben keine 100-prozentige Sicherheit. Es bringt nichts, mit dem Finger auf andere Menschen zu zeigen. Wir müssen alle wieder disziplinierter sein. Das bringt uns nach vorne“, sagte Lüttmann.