Rheine

Frau wird Opfer eines angeblichen Arztes

Betrugsmasche „Love-Scamming“ in Rheine

Donnerstag, 25. November 2021 - 11:39 Uhr

von Newsdesk

Foto: Pixabay

Eine 63-jährige Rheinenserin ist Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden, in deren Folge sie einen hohen vierstelligen Euro-Betrag an einen vermeintlichen Arzt überwiesen hat.

Wie die Polizei mitteilt, lernte die Frau vor einigen Monaten in einem Online-Spiele-Portal einen Unbekannten kennen. Unter einer Legende und mit schmeichelhaften Nachrichten gelang es dem vermeintlichen Arzt, sich seinem Opfer emotional zu nähern. Die beiden tauschten ihre Handynummern aus und der Kontakt wurde daraufhin über einen Messenger-Dienst intensiviert. Die Frau folgte den Forderungen des Unbekannten, Codes von Guthabenkarten zu senden, um weiter Kontakt mit ihm halten zu können.

Nachdem das Opfer bereits Codes im Wert eines hohen vierstelligen Betrages an den Unbekannten übermittelt hatte und dieser daraufhin weitere Forderung stellte, bat das Opfer ihre Tochter um finanzielle Hilfe. Die Tochter machte die 63-Jährige auf den Betrug aufmerksam. Erst in diesem Gespräch wurde der Frau bewusst, dass sie Opfer der Betrugsmasche „Love-Scamming“ („to scam“ auf Deutsch betrügen, ergaunern, Anmerk. d. Red.) geworden ist.

Polizei warnt

Mit Anzeigenerstattung durch das Opfer wurden die polizeilichen Ermittlungen aufgenommen. Es kursieren Betrugsmaschen in vielfältigen Formen im Internet. Ob vorgetäuschte Liebe oder falsche Versprechen, die Polizei rät eindringlich:

  • Seien sie grundsätzlich misstrauisch bei virtuellen Kontakten, auch wenn sie zunächst vielversprechend und seriös klingen.
  • Hinterfragen und Überprüfen Sie die Angaben des Unbekannten kritisch. Die Täter beabsichtigen eine emotionale Bindung aufzubauen, um sich dann am Opfer zu bereichern. Die Kontaktaufnahme erfolgt oftmals über Online-Partnerbörsen oder in sozialen Netzwerken.
  • Geben Sie keine Personaldaten oder Bankverbindungen preis.
  • Überweisen Sie niemals Geld an Unbekannte und gehen Sie nicht auf sonstige Forderungen ein, auch nicht, wenn der Unbekannte eine Notlage vortäuscht.
  • Bei dubiosen Nachrichten brechen Sie den Kontakt umgehend ab und wechseln Sie Ihre Emailadresse und Telefonnummer.

  • Sprechen Sie mit vertrauten Personen. Auch die Polizei steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung. Sichern Sie Beweismittel wie zum Beispiel Email- oder Chatverläufe.

Opfer sollten in jedem Fall Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Dort können Sie sich auch informieren, was bei „Love-Scamming“ zu tun ist, wie man Beweise sichert und wie man Täter blockieren kann.