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Rheine

Jeder Patient zum richtigen Doktor

Mathias-Spital hat Abteilung für Covid-19-Erkrankte aufgebaut

Dienstag, 24. März 2020 - 06:00 Uhr

von Matthias Schrief

Foto: Sven Rapreger

Die Foto-Grafik zeigt, wo im Krankenhauskomplex die Fieberaufnahme und die Notfallpraxis untergebracht sind.

Die Warmlaufphase ist beendet. Ab Dienstag reagiert das Mathias-Spital mit einer eigenen Fieber-Abteilung auf die Herausforderungen durch die Ausbreitung des Coranavirus.

Im Gebäudeteil E, erreichbar über den Parkplatz an der Dutumer Straße 26, eröffnet um 10 Uhr die Fieberaufnahme. „Das ist der Ort, wo Patienten in die staitonäre Aufnahme kommen. Alle Patienten mit einem unklaren Fieber werden in der Fieberaufnahme gesichtet“, erläutert Dr. Christian Eggersmann, Ärztlicher Direktor am Mathias-Spital. Bis vor wenigen Tagen war in dem Gebäudeteil, der jetzt in einem Kraftakt in die Fieberaufnahme umfunktioniert wurde, noch das Brust- und Kontinenzzentrum untergebracht.

Foto: Sven Rapreger

Dr. Eggersmann

Im selben Gebäude, oben in der vierten Etage, ist die Fieberstation für die Patienten eingerichtet, die aufgrund einer Covid-19-Erkrankung stationär behandelt werden müssen. „Oder auch die Patienten, bei denen wir zu Aufnahme nicht wissen, ob ein Influenzafall, eine Pneumonie oder Covid-19 vorliegt. Letzteres wird im Moment leider immer wahrscheinlicher“, sagt Eggersman. „Die Patienten werden hier isoliert betreut, ohne das sie Kontakte haben zu anderen Bereichen im Krankenhaus“.

Bis zu 120 Betten

Die Kapazität beträgt aktuell 55 Betten. „Wir können in einem ersten Schritt auf 85 Betten erweitern. In einem zusätzlichen Schritt wäre ein Aufstocken auf 120 Betten möglich, was wir aber hoffentlich nicht erleben müssen“, sagt Eggersmann.

Leiter der zentralen Fieber-Notaufnahme ist Dr. Dietmar Daubner. Sein Team übernimmt in der Fieberaufnahme die sogenannte Triage. „Wir ordnen zu. Wir sorgen hier dafür, dass die Patienten zum richtigen Doktor kommen“, erläutert Daubner.

Foto: Sven Rapreger

Dr. Daubner

Sollten Covid-19-Patienten beatmet werden müssen, kommen sie über einen Aufzug auf die Intensivstation. Dort sind die Beatmungskapazitäten erweitert worden. Letztlich ist eine Verdoppelung der Plätze möglich: „Wir sind in der Lage, stufenlos auf 24 Plätze hochzufahren“, sagt Eggersmann.

Über den Haupteingang an der Frankenburgstraße werden unterdessen weiter Unfallopfer oder Verletzte ebenso aufgenommen wie Patienten mit beispielsweise unklaren Bauchbeschwerden.

Anderes Gebäude für Notfallpraxis

Seit Dienstag ist die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung in einem anderen Gebäude untergebracht – und zwar in dem Gebäude im Bereich Frankenburgstraße/Sprickmannstraße, wo auch die Kindernotfallpraxis und das Schlaflabor zu finden sind.