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Rheine

Mathias-Spital: Klinikpersonal ruft vorher an

„Corona-Checkliste“ hilft Patienten, Wartezeiten zu minimieren

Dienstag, 19. Mai 2020 - 12:00 Uhr

von Matthias Schrief

Foto: Sven Rapreger

Im Vorfeld einer stationären Aufnahme oder einer ambulanten Behandlung ruft das Klinik-Personal des Mathias-Spitals bei den Patienten an, um eine „Corona-Checkliste“ durchzugehen. Der Check hilft, die Hygieneregeln zu beachten und reduziert die Wartezeiten für Patienten und deren Begleiter.

Infektionsketten unterbinden und die strengen Hygieneregeln im Sinne der Coronaschutzverordung einhalten – das gilt – noch weit mehr als in Gaststätten – vor allen in den Kliniken. Vor diesem Hintergrund hat das Mathias-Spital eine „Corona-Checkliste“ entwickelt, mit dem das Krankenhaus verhindern will, dass Patienten oder deren Begleitpersonen das Virus ins Hospital einschleppen. Auf der anderen Seite werden lange Wartezeiten für Patienten und Begleiter vermieden.

Sechs Fragen nach Symptomen

So funktioniert es: Patienten – und gegebenenfalls deren Begleitpersonen –, die einen ambulanten Termin haben oder stationär aufgenommen werden, bekommen mindestens eine Woche vor ihrem Termin einen Anruf vom Krankenhauspersonal. Das Krankenhauspersonal stellt am Telefon sechs Fragen nach eventuellen Symptomen, die auf eine Corona-Infektion hindeuten können. Weitere vier Fragen beschäftigen sich mit der sogenannten Corona-Anamnese. Patient oder Begleiter müssen lediglich mit „ja“ oder „nein“ antworten. Zusätzlich sind Angaben zur Erreichbarkeit ebenso notwendig wie Angaben zum eventuell erforderlichen Begleiter.

„Das dauert insgesamt nur wenige Minuten. Es hilft uns aber, die Hygienerichtlinien zu beachten. Gleichzeitig lassen sich mit diesem Verfahren lange Wartezeiten für die Patienten vermeiden. Nach einer kleinen Anlaufphase am Montagmorgen hat sich das System jetzt eingespielt“, berichtet Dr. Christian Eggersmann, Ärztlicher Direktor am Klinikum Rheine.

Keine Quarantäne bis zur Aufnahme

Anders als eine Klinik in Münster ordnet das Mathias-Spital keine Quarantäne bis zur Aufnahme an, es wird allerdings um Zurückhaltung mit außerfamiliären Kontakten gebeten.

Notfälle sind ausgenommen. Die Besucherrichtlinien sollen in wenigen Tagen neu angepasst werden.