Soldatenbrücke: Weltkriegs-Bombe erfolgreich entschärft

Soldatenbrücke: Weltkriegs-Bombe erfolgreich entschärft

Der Blindgänger wurde entschärft.

Eine 250-Kilo-Weltkriegsbombe ist am Mittwochabend vor der Soldatenbrücke entschärft worden. Zwischenzeitlich wurde in einem Radius von 250 Metern evakuiert. Hier ist noch einmal der Live-Ticker zum Nachlesen.

17.36 Uhr. Der Kampfmittelräumdienst hat die Bombe erfolgreich entschärft. Die Evakuierung ist aufgehoben, die Anwohner können zurück in ihre Häuser.

17.12 Uhr. Auf unserer Bahntafel werden die aktuellen Abfahrts- und Ankunftszeiten am Bahnhof Rheine angezeigt. Die Strecke Rheine-Osnabrück ist aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Soldatenbrücke von der Entschärfung betroffen. Der Bahnverkehr könnte dadurch beeinträchtigt werden. Der RB 61 um 18.14 Uhr nach Bielefeld Hauptbahnhof über Ibbenbüren und Osnabrück fällt etwa aus.

16.54 Uhr. Die Evakuierung ist abgeschlossen. Die 250 Kilo Bombe wird nun entschärft.

16.25 Uhr. Nur wenige Autos fahren in dem Wohngebiet. Anders sieht es mit Fahrradfahrern aus: Mehrere Radtouristen kommen vor den Absperrungen zum Stehen. Doch Anwohner zeigen sich hilfsbereit, erklären den Ortsunkundigen alternative Routen.

16.16 Uhr. Die Evakuierung des Gebiets geht ruhig vonstatten. Die Technischen Betriebe Rheine haben bereits Absperrungen an den betroffenen Straßen wie dem Helenenweg errichtet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes gehen von Haus zu Haus und verteilen Flugblätter mit den wichtigsten Informationen.

16.05 Uhr. Aktuell fährt ein Lautsprecher-Wagen durch die betroffenen Straßen und bittet darum, den Radius um die Fundstelle zu verlassen.

15.40 Uhr. Von der Evakuierung im 250 Meter Radius zur Fundstelle sind laut städtischer Schätzung rund 75 Personen betroffen, vor allem die Bewohner des Helenenwegs und hinteren Rubens- sowie teilweise Grünewaldweges.

15.30 Uhr. Sofern von der Evakuierung betroffene Personen keine eigene Aufenthalts- beziehungsweise Unterbringungsmöglichkeit haben, stellt die Stadtverwaltung in den Sporthallen am Schulzentrum Dorenkamp, Mittelstraße 45 (ehemalige Elisabethschule), und der Grüterschule, Mittelstraße 41, Räumlichkeiten zur Verfügung. Für notwendige Verpflegung ist gesorgt.

15.20 Uhr. Der Blindgänger-Verdacht hat sich bestätigt: Es ist eine 250 Kilo-Bombe. Das teilte ein Sprecher der Stadt Rheine soeben mit. Unmittelbar wird nun das Gebiet in einem Umkreis von 250 Metern evakuiert. Dazu werden unter anderem Flugblätter an die Anwohner verteilt. Anschließend soll unmittelbar mit der Entschärfung begonnen werden. Für den Zeitraum der Entschärfung wird auch der Bahnverkehr über die Soldatenbrücke kurzfristig eingestellt.

15.05 Uhr. Weiterhin heißt es warten. Die Mitarbeiter der Kampfmittelbeseitigung arbeiten in der Grube, in welcher der Blindgänger vermutet wird. Der Bagger fördert Schlamm nach oben. Wie lange die Sondierungsarbeiten weiter andauern ist noch unklar.

14.14 Uhr. Kleiner Ausflug in die Statistik: Im Jahr 2019 wurden die Kampfmittelbeseitigungsdienste von Nordrhein-Westfalen ganze 33.623 Mal im Rahmen von Bauarbeiten angefordert. Diese hohe Zahl setze sich, laut Jahresbericht, aus Anfragen zur Luftbildauswertung und weiterführenden Räumungen vor Ort zusammen. Häufig könne schon durch eine Luftbildauswertung ein Kampfmittelverdacht ausgeschlossen werde, heißt es weiter.

13.31 Uhr. Die jüngste Anomalie im Boden war in Rheine Anfang Juni festgestellt worden. Aufgrund des Kampfmittelverdachts wurden die Straßenbauarbeiten an der Tichelkampstraße vorerst gestoppt.

12.55 Uhr. Die Arbeiten zur Freilegung der Verdachtsfläche gehen langsamer voran als ursprünglich geplant: Zusätzliche Stützwände müssen hier eingezogen werden. Weitere Informationen, ob es sich um einen falschen Alarm oder tatsächlich um einen Blindgänger im Erdreich handelt, könnte es möglicherweise gegen 14 Uhr geben, heißt es aus der Stadtverwaltung.

12.30 Uhr. Obwohl bereits die Maßnahmen und Bereiche einer Evakuierung angesprochen wurden, müsste sich der Bombenverdacht dafür natürlich erst bestätigen. Noch gibt es keinen Grund zur Beunruhigung. Allein 2017 wurden dem Kampfmittelräumdienst mit Außenstelle Münster 7.500 Verdachtsfälle gemeldet; Kampfmittel fanden sich tatsächlich bloß 77.

12.04 Uhr. Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg – der zuständige Dienst für Westfalen-Lippe – ist jetzt auch vor Ort.

11.44 Uhr. Die Sondierungsarbeiten am Kettelerufer dauern weiter an. Die Arbeitstiefe ist bisher unverändert. Denn aktuell müssen hier weitere Abstützungen eingeschweißt werden, teilte die Stadt Rheine mit. Erst anschließend kann das Erdreich tiefer ausgehoben werden, um die Verdachtsstelle näher zu untersuchen.

11.15 Uhr. Bis zu 750 Personen des Hörstkamps und von der Veltruper Straße rechts der Emsauen müssten im Fall eines größeren Fundes evakuiert werden. „Die betroffenen Personen werden durch die Ordnungsbehörde unmittelbar telefonisch sowie durch Informationsblätter informiert“, heißt es von Seiten der Stadt.

10.50 Uhr. Bei einer größeren Bombe wäre eine Evakuierung im Umkreis von 500 Metern um die Fundstelle nötig. In jedem Fall wäre davon der Zugverkehr über die Soldatenbrücke – Strecke von Rheine nach Ibbenbüren und Osnabrück und für den Fernzug Amsterdam-Berlin– und der Straßenverkehr auf der Elter Straße betroffen.

10.25 Uhr. Die Arbeiten zur Vorbereitung der Freilegung gehen voran; grundsätzlich ist es ruhig. Sollte sich der Blindgänger-Verdacht aber bestätigen und es zu einer Bombenentschärfung kommen ist, je nach Sprengkraft des Blindgängers, eine Evakuierung in einem Sicherheitsradius von 250 oder sogar 500 Metern möglich. Weder das Coldinne-Stift, das Jakobikrankenhaus, die Stadtwerke noch der Straßenverkehr auf dem Münsterlanddamm wären davon betroffen.

9.48 Uhr. Die Kampfmittelbeseitiger sind mittlerweile an der Verdachtsstelle tätig. Auch der Bagger setzt sich in Bewegung.

9.30 Uhr. Sollte sich heute Vormittag der Blindgänger-Verdacht bestätigen, werden die Sporthallen am Schulzentrum Dorenkamp (Mittelstraße 45) und an der Grüterschule (Mittelstraße 41) als Notunterkünfte für von einer Evakuierung betroffene Bewohner genutzt, die keine eigene Aufenthalts- beziehungsweise Unterbringungsmöglichkeit haben. Die Unterkünfte sind aufgrund von Bauarbeiten an der Hafenbahn aktuell nur über Umwege vom Kettelerufer aus zu erreichen.

9.04 Uhr. Die Stadtverwaltung Rheine erwartet die Freilegung des verdächtigen Gegenstandes laut einer Pressemitteilung bis zum Mittag. Sollte es sich tatsächlich um einen Bomben-Blindgänger handeln, wird direkt vor Ort eine Entschärfung durchgeführt.

8.40 Uhr. Vor Ort ist die Lage derzeit betont ruhig. Die Experten bereiten ihre Arbeitsmaterialen vor. Unmittelbar an der Verdachtsstelle wird noch nicht gearbeitet. Nur wenige Passanten schauen bisher vorbei.

8.16 Uhr. Mittlerweile sind die Kampfmittelbeseitiger eingetroffen, die Firma Tauber mit Hauptsitz in Münster. Der Emsradweg in Höhe der Baustelle am Kettelerufer ist gesperrt. Radfahrer nehmen derzeit einen kleinen Umweg über das Gelände des Emsstern Rheine.

7.56 Uhr. Die „Anomalie“ im Boden – 5,5 Meter tief - war bereits im Mai bei einer Sondierungsmessung festgestellt worden. Eine Freilegung stellte sich als unumgänglich heraus. Gestern gingen die Arbeiter bis auf 3,50 Meter herunter. Wegen der nahen Ems setzten sie Spundwände ein. Grundsätzlich könnte es sich bei dem Gegenstand im Boden um alles Mögliche handeln.

7.35 Uhr. Möglicher Blindgänger nahe der Soldatenbrücke: Nachdem bei Bauarbeiten am Kettelerufer ein verdächtiger Gegenstand entdeckt worden war, wird die Fundstelle am heutigen Mittwoch von einem Kampfmittelräumdienst untersucht. Bereits um 8 Uhr soll es losgehen.