Coronavirus

Die neuen Corona-Regeln

Das gilt in NRW: Kleinere Feiern, Sperrstunde und Maske beim Konzert

Mittwoch, 14. Oktober 2020 - 08:35 Uhr

von Oliver Auster

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Kay Nietfeld

Jetzt geht alles ganz schnell: Nachdem Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag einheitliche Regeln für Kreise und Städte mit vielen Neuinfektionen angekündigt hatte, treten sie ab sofort in Kraft. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will die Regeln am Freitag bei einem Gipfel mit allen Oberbürgermeistern und Landräten besprechen.

In NRW dürfen bei Familienfeiern oder Hochzeiten außerhalb der eigenen vier Wände grundsätzlich nur noch 50 Gäste anwesend sein. Einheitliche Regeln gibt es damit auch für Kreise und Städte, in denen die wichtige Neuinfektions-Kennzahl über 35 oder gar 50 steigt. Zunächst gilt unter anderem eine Maskenpflicht auch am Sitzplatz bei Konzerten oder Sportveranstaltungen. Ab der 50er-Marke sollen die Kommunen auch Sperrstunden verhängen.

Veranstaltungen: Durch den Erlass des Gesundheitsministeriums werden ab 35 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 1000 Personen verboten. Steigt der Wert über 50, sind nur 500 Personen im Außenbereich und 250 Personen in geschlossenen Räumen erlaubt. Ausnahmen sind Demos – solange sie unter Corona-Bedingungen stattfinden – und zum Beispiel Parteitage, die gesetzlich stattfinden müssen.

Feiern: Grundsätzlich sind außerhalb der eigenen Wohnung nur 50 Gäste erlaubt. Steigt die Neuinfektionszahl über 50, sind nur noch 25 Feiernde erlaubt. Das betrifft bereits jetzt viele Großstädte und Kreise in NRW. Darunter Köln, Düsseldorf oder Essen.

Stammtisch: Bislang dürfen sich in der Öffentlichkeit – jenseits von Feiern – bis zu zehn Personen aus verschiedenen Haushalten zum Beispiel zum Bier an einem Tisch treffen. In 50er-Regionen wird diese Zahl durch den Erlass auf fünf Personen begrenzt.

Stadion: Bisher durfte man zum Beispiel bei einem Konzert oder einem Fußballspiel unter Corona-Bedingungen am Sitz- oder Stehplatz die Maske abnehmen. Das ist ab einer Kennzahl von 35 vorbei. Dann gilt dort eine durchgehende Maskenpflicht.

Sperrstunde: „Festlegung reduzierter Öffnungszeiten gastronomischer Einrichtungen und zeitlich entsprechender Verkaufsverbote für alkoholische Getränke“, heißt es als Vorgabe für Kommunen ab der Kennzahl 50. Düsseldorf hat bereits vorgemacht, was das heißt: Ab 1 Uhr ist dort Schicht in der Altstadt, auch bekannt als „Längste Theke der Welt“.

Austausch: Ministerpräsident Laschet lädt für Freitag (13 Uhr) alle Oberbürgermeister und Landräte des Landes zu einem Austausch ein. Er wolle den Vertretern der Kommunen unter anderem die jüngsten Beschlüsse des Kabinetts erläutern, hieß es aus Regierungskreisen. Laschet sieht demnach bei den Kommunen eine herausragende Rolle, um die Pandemie zu bekämpfen. Bei der Video-Schalte sollen auch Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) dabei sein.