NRW

Eltern und Lehrer: Gemischte Reaktion auf frühere Ferien

Donnerstag, 12. November 2020 - 06:40 Uhr

von dpa

Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Entscheidung der NRW-Landesregierung, Schüler wegen der Corona-Pandemie früher in die Weihnachtsferien starten zu lassen, hat gemischte Reaktionen bei Eltern- und Lehrerverbänden ausgelöst. „Diese Idee ist nicht dienlich“, sagte die Vorsitzende des Philologenverbands, Sabine Mistler, der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Wichtig sei aus ihrer Sicht vor allem, dass insbesondere Oberstufenschüler noch ihre Klausuren schreiben könnten, da es in der jetzigen Situation kaum eine Verschiebemöglichkeit gebe.

In Nordrhein-Westfalen können die Schüler wegen der Corona-Pandemie früher in die Weihnachtsferien starten als geplant. Um den Familien ein möglichst unbeschwertes Weihnachtsfest zu ermöglichen, habe man sich dazu entschieden, den 21. und 22. Dezember freizugeben, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch dem WDR. Damit wird Freitag, der 18. Dezember, der letzte Schultag in diesem Jahr.

Nach Ansicht des Präsidenten des Nordrhein-Westfälischen Lehrerverbandes, Andreas Bartsch, ist die Entscheidung verfrüht. „Je nach Infektionslage sollten dann Virologen beurteilen, ob dies sinnvoll ist“, sagte er der „Rheinischen Post“. Zudem sei nicht, sicher ob sich die Schüler in dieser Zeit in Quarantäne begäben.

Das Vorstandsmitglied der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW, Dieter Cohnen hingegen sagte dem Blatt: „Grundsätzlich ist eine solche langfristige Festlegung gut, weil sie Planungssicherheit für die Feiertage und für die Reise- und Touristikbranche bringt.“ Es müsse jedoch geklärt werden, wo die beiden zusätzlichen Ferientage herkommen sollen.