NRW

Grippeschutz-Impfung: Impfstoff laut Ärzten nicht knapp

Freitag, 9. Oktober 2020 - 14:16 Uhr

von dpa

Eine Spritze mit einer Einmal-Injektions-Kanüle liegt nach einer Impfung gegen Grippe auf einem Tisch. Foto: Marcus Brandt/dpa/Aktuell

Dortmund/Düsseldorf (dpa/lnw) - Trotz vieler Nachfragen in den Arztpraxen nach einer Grippeschutzimpfung gibt es derzeit keine Knappheit an Impfstoffen. Das ist die Einschätzung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. Wenn Patienten abgewiesen werden, habe das in der Regel organisatorische Gründe, weil die Praxen in der Corona-Krise zum Beispiel strikt Infizierte und andere Patienten trennen müssten, sagte Christoph Schneider von der KV Nordrhein. Außerdem würden zu Beginn der Grippezeit zunächst die Risiko-Patienten bei der Impfung vorgezogen, auch seien aus organisatorischen Gründen gesonderte Impfzeiten in den Praxen nötig, für die eine Terminabsprache nötig sei, erklärt Schneider.

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe und der Apothekerverband Westfalen-Lippe teilte am Freitag diese Einschätzung.

„Wir rechnen in dieser Impfsaison mit einer insgesamt deutlich höheren Nachfrage, voraussichtlich 20 bis 30 Prozent“, sagt Schneider. Entsprechend mehr Impfdosen seien zu Jahresbeginn von den hiesigen Praxen bestellt und von der Industrie produziert worden.

Nur vereinzelt gibt es nach Angaben der KV Nordrhein Hinweise in einigen Regionen, dass Impfdosen fehlen würden. Das betreffe aber ausschließlich Privatversicherte und gesetzlich Versicherte, die sich auf Basis der freiwilligen Leistung der Krankenkasse impfen lassen wollen und ihre Impfdosis per Rezept von einer Apotheke beziehen.