NRW

In ersten Juni-Wochen fast nur Zweitimpfungen in Impfzentren

Freitag, 21. Mai 2021 - 18:50 Uhr

von dpa

Eine Spritze mit einem Corona-Impfstoff wird aufgezogen. Foto: Federico Gambarini/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa) - In den Impfzentren Nordrhein-Westfalens werden in den ersten drei Juni-Wochen voraussichtlich fast nur Zweitimpfungen gegen das Coronavirus möglich sein. Das geht aus den Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums zu absehbaren Impfstoff-Mengen für die Impfzentren hervor. Ein Ministeriumssprecher verwies am Freitag gleichzeitig darauf, dass die Hausärzte im Juni nach den Ankündigungen des Bundes deutlich mehr Impfdosen erhalten sollen. Aus einer bisher bekannten Übersicht des Bundes geht aber nicht hervor, wie viele Impfdosen die Hausärzte für Zweitimpfungen benötigen.

Für die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen ergibt sich nach der Auskunft des Ministeriums folgendes Bild: Es stehen voraussichtlich 588 000 Zweitimpfungen in der Kalenderwoche 22 (ab 31. Mai), 441 000 Zweitimpfungen in der Kalenderwoche 23 (ab 7.6.) und 473 000 Zweitimpfungen in der Kalenderwoche 24 (ab 14.6.) an. Gleichzeitig erhalte das Bundesland vom Bund 530 000 Impfdosen pro Woche.

„Das bedeutet, dass die in den ersten drei Juni-Wochen zur Verfügung stehenden Impfstoffdosen nahezu vollständig für Zweitimpfungen benötigt werden“, erläutert der Ministeriumssprecher am Freitag. Allerdings würden längst nicht alle Zweitimpfungen in den Impfzentren wahrgenommen - etwa weil jemand einen früheren Termin bei seinem Hausarzt habe - so dass es womöglich auch in den ersten drei Juni-Wochen in den Impfzentren zu Erstimpfungen kommen werde.

Erst aber der Kalenderwoche 25 (ab 21.6.) geht das NRW-Ministerium mit 140 000 wieder von einer größeren Zahl an Erstimpfungen in den Impfzentren aus. In der Kalenderwoche 26 (ab 28.6.) werden es nach den bisherigen Zahlen 230 000 Erstimpfungen in den Impfzentren sein. Der Ministeriumssprecher verwies darauf, dass die Landesregierung die Impfkampagne im April deutlich beschleunigt habe. „Das führt nun dazu, dass deutlich mehr Zweitimpfungen in den Impfzentren anstehen.“

Neben den Impfzentren sind die Hausärzte eine wichtige Säule bei der Impfkampagne gegen Corona. Die Hausärzte werden über die Apotheken und den Pharmagroßhandel direkt vom Bund mit Impfdosen beliefert.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hatte am Donnerstag auf das Problem hingewiesen, dass nach den bisherigen Signalen des Landes im Impfzentrum der Landeshauptstadt im Juni nur noch Zweitimpfungen gegen Corona möglich sein werden.