Grafschaft Bentheim/Emsland

Polizei warnt vor Betrugsmasche über Messenger-Dienste

Täter versuchen über angeblich neue Handynummer der Kinder Eltern zu betrügen

Mittwoch, 14. Juli 2021 - 13:04 Uhr

von Fabian Kronfeld

Foto: Polizei

Hinter harmlosen Nachrichten könnte sich eine Betrugsmasche verbergen.

„Hallo Mama, mein Handy ist kaputt und das ist meine neue Nummer“ - eine zunächst unscheinbare Nachricht, jedoch könnte sich eine Betrugsmasche dahinter verbergen. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim kam es in den vergangenen Wochen vermehrt zu falschen Nachrichten über Messenger-Dienste wie beispielsweise „WhatsApp“. Dies teilt die Polizei in einer Presseinformation mit. Dabei geben sich sie die Täter oftmals als Tochter bzw. Sohn des Opfers aus und suggerieren ihnen in einer harmlosen wirkenden Nachricht, dass diese eine neue Handynummer hätten. Im Anschluss folgen dann meist unverfängliche Fragen wie beispielsweise „Wie geht’s?“ und „Bist Du zuhause?“.

Letztendlich täuschen die Täter eine falsche Notsituation vor, bei der die Opfer gebeten werden eine Überweisung für das vermeidliche Kind zu übernehmen.

Betrugsmasche nur schwer erkennbar

Angeblich würde das Online-Banking mit der neuen Handynummer noch nicht funktioniere. „Mit dieser oder ähnlich fingierten Geschichten gelingt es Betrügern, über den Messenger Geld von besorgten Eltern zu erlangen“, erklärt Polizeihauptkommissar Dieter Rothlübbers vom Präventionsteam der Polizei in Lingen. Die Täter nennen dann meist ein im Ausland befindliches Konto, auf das die Opfer häufig nur kleinere Beträge im dreistelligen Bereich überweisen sollen. Womit sich die Betrugsmasche nur schwer erkennen lässt. Eine Rückerstattung ist in den meisten Fällen nicht möglich, da man die Überweisung selbst veranlasst hat.

Damit die Betrüger kein leichtes Spiel haben, empfiehlt die Polizei:

  • Werden Sie misstrauisch, wenn Sie über Messenger-Dienste zu Geldzahlungen aufgefordert werden.
  • Nehmen Sie unbekannte Rufnummern nicht einfach als Kontakte auf.
  • Sollte Sie Bedenken haben, wenn Sie von einer bis dato unbekannten Rufnummer über Messenger-Dienste wie WhatsApp kontaktiert werden, rufen Sie die Nummer an oder stellen Sie der Person Fragen, die nur sie beantworten kann.

Wenn es doch zum Betrug gekommen ist, rät die Polizei dazu, sich umgehend an die örtliche Polizeidienststelle zu wenden.