Astra Zeneca: Zweiter Impftermin erst nach zwölf Wochen möglich

Astra Zeneca: Zweiter Impftermin erst nach zwölf Wochen möglich

Ampullen mit dem Corona Impfstoff von Biontech Comirnaty , AstraZeneca und Moderna stehen in einem Impfzentrum auf einem Tisch (Symbolfoto).

Nach den Änderungen in den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu dem Vakzin von Astra Zeneca und dem damit verbundenen Stopp zur weiteren Impfung mit Astra Zeneca für Personen unter 60 Jahren, ist eine Neuorganisation der Termine für die Zweitimpfungen notwendig: Für alle Personen, die am Impfzentrum des Kreises Steinfurt ihre Erstimpfung mit diesem Vakzin erhalten haben, steht die zweite Impfung erst nach zwölf Wochen an. Dieses gilt sowohl für die unter 60-Jährigen als auch für die über 60-Jährigen, teilte die Kreisverwaltung am Mittwoch mit.

Neuen Zweittermin vereinbaren

Die Impflinge (betroffen seien überwiegend priorisierte Berufsgruppen), die bereits einen zweiten Impftermin neun Wochen nach der Erstimpfung erhalten haben, müssten vor dem Hintergrund der aktualisierten Empfehlungen der STIKO einen neuen Zweittermin vereinbaren. Der alte Termin müsse storniert werden. Über die genaue Vorgehensweise informiert der Kreis Steinfurt nach eigenen Angaben die betroffenen Personen per E-Mail, sofern die jeweilige Email-Adresse vom Impfling bei der Terminbuchung angegeben wurde. Diejenigen, die keine E-Mail-Adresse angegeben haben, müssen sich bezüglich eines neuen Termins per Mail an corona.impftermin@kreis-steinfurt.de wenden. Noch im April soll auf Bundesebene über die Eignung und Verwendung von mRNA-Impfstoffen (z. B. Impfstoffe von BioNTech oder Moderna) für die notwendigen Zweitimpfungen entschieden werden.

Kritik an Vergabe durch Kassenärztliche Vereinigung

Das Verfahren zur Buchung der kurzfristig zu vergebenden Impftermine für die über 60-Jährigen, das zwischen Karsamstag und Ostermontag über die Internetseite oder die Hotlines der Kassenärztlichen Vereinigung erfolgte, löste in den vergangene Tagen viel Kritik in Richtung des Kreises Steinfurt aus. „Die Terminvergabe und auch die Organisation der Terminvergabe lag ausschließlich in der Verantwortung der Kassenärztlichen Vereinigung. Der Kreis Steinfurt war in dieses Verfahren nicht involviert. Deshalb sind wir hier der falsche Adressat für Kritik. Fest steht, dass das Impfzentrum des Kreises Steinfurt über die gesamten Osterfeiertage unter Vollauslastung gearbeitet hat und hier insgesamt 5.517 Impfungen durchführte“, sagte der Leiter der Stabsstelle Corona, Karlheinz Fuchs. Die Terminvergabe durch die KVWL war eingerichtet worden, nachdem das Land NRW in der vergangenen Woche angekündigt hatte, zusätzlich knapp 15.000 Impfdosen AstraZeneca zur Impfung von Personen über 60 Jahren im Kreis Steinfurt kurzfristig zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang freut sich der Kreis Steinfurt über die rege Beteiligung der Hausärzteschaft, die vom Kreis Steinfurt mit Impfdosen versorgt wurde und bei der Verimpfung der kurzfristig bereitgestellten Impfdosen unterstützt.