Kreis Steinfurt

Betrüger erbeuten fünfstelligen Eurobetrag

Schockanruf und Whatsapp-Nachricht

Mittwoch, 28. September 2022 - 13:20 Uhr

von Newsdesk

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

(Symbolfoto).

Erneut sind Betrüger mit ihren dreisten Maschen erfolgreich gewesen – zwei Mal in Hörstel. In einem Fall händigte ein älterer Mann Bargeld im fünfstelligen Bereich an eine unbekannte Abholerin aus, teilte die Polizei mit. Der Geschädigte hatte Anfang der Woche einen Anruf von einem unbekannten Mann. Dieser schilderte eine schockierende Geschichte: Die Lebensgefährtin des Angerufenen habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Für eine Kaution werde nun eine hohe Bargeldsumme benötigt. Als Übergabeort wurde der Parkplatz des Amtsgerichts in Münster vereinbart. Das Opfer fuhr dorthin – und übergab die geforderte Summe einer unbekannten Frau. Erst als der Mann später mit seiner Lebensgefährtin telefonierte, flog der Betrug auf.

In einem anderen Fall gab sich ein Unbekannter per Whatsapp-Nachricht als Tochter einer Seniorin aus. Die angebliche Tochter bat um eine finanzielle Hilfe in vierstelliger Höhe. Die Geschädigte überwies den Betrag. Wenig später ging eine neue Geldforderung auf dem Handy des Opfers ein. Daraufhin wurde die echte Tochter kontaktiert. Der Frau wurde klar, dass sie betrogen worden war.

Die Polizei verweist erneut auf wichtige Präventionstipps, um sich vor solchen Betrugsmaschen zu schützen. Häufig sind ältere Menschen von den Betrugsversuchen betroffen. Daher sind auch Verwandte, Freunde und Bekannte von älteren Personen gefragt, diese vor den Maschen zu warnen und zu erklären, wie man sich im Falle von Schockanrufen oder falschen Kurznachrichten verhalten sollte.

Verhaltenstipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie bei einem Anruf mit einem Sachverhalt oder einer Geschichte konfrontiert werden, die ihnen eigenartig oder unglaubwürdig vorkommt.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und legen Sie im Zweifelsfall einfach auf.
  • Raten Sie niemals, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihre Namen selbst zu nennen.
  • Geben Sie am Telefon niemals Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Rufen Sie im Zweifel ihre Angehörigen mit der ihnen bekannten Rufnummer an und prüfen Sie, ob der geschilderte Sachverhalt stimmt.
  • Gehen niemals auf Geldforderungen ein, die am Telefon oder auch per Kurznachricht auf dem Handy - Stichwort „Whatsapp-Betrug“ - gestellt werden.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
  • Sind Sie Opfer eines Telefonbetrugs geworden? Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!