Kreis Steinfurt

Die Entwicklung der Corona-Lage

Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis auf 23,9 gesunken

Mittwoch, 30. September 2020 - 11:57 Uhr

von Newsdesk

Foto: picture alliance/dpa

In unserem Corona-Ticker halten wir Sie über alle Entwicklungen auf dem aktuellen Stand.

Die wichtigsten Informationen derzeit kompakt zusammengefasst:

  • In den letzten sieben Tagen gab es im Kreisgebiet durchschnittlich 23,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Stand: 1. Oktober lt. Landeszentrum Gesundheit)
  • Im Kreis Steinfurt sind bisher 93 Corona-Infizierte verstorben. (Stand 1. Oktober lt. Landeszentrum Gesundheit)
  • Neuer Bußgeldkatalog: 250 Euro Strafe bei falschen Kontaktdaten

Coronaschutzverordnung ab 1.10. (175 kB)

Coronaeinreiseverordnung ab 1.10. (83 kB)

Coronabetreuungsverordnung ab 1.10. (118 kB)

Bußgeldkatalog ab 1.10. (84 kB)

Donnerstag, 1. Oktober

17.40 Uhr. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat „erhebliche Zweifel“ an der neuen Coronaschutzverordnung zu Sonntagsöffnungen in der Weihnachtszeit geäußert. Das OVG teilte am Donnerstag in einem Beschluss zu Ladenöffnungen in Gütersloh mit, dass es grundsätzlich „erhebliche Zweifel an der Gültigkeit dieser Bestimmung“ habe.

16.32 Uhr. Nach dem zweiten Flächenabstrich bei Allfrisch-Mitarbeitern und weiteren Kontaktpersonen hat die Kreisverwaltung soeben die Ergebnisse mitgeteilt. Von 248 Abstrichen waren 15 positiv, einer ließ sich nicht auswerten und wird heute wiederholt. 232 Tests sind folglich negativ. Von den positiv getesteten stammen acht aus Emsdetten, fünf aus Rheine, eine Person aus Altenberge und eine aus Emstek im Landkreis Cloppenburg.

16.25 Uhr. Die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW bot für Ladenbesitzer eine überraschende Nachricht: Sie dürfen ihre Verkaufsflächen in der Adventszeit an fünf Sonntagen öffnen. Die Landesregierung begründet dies mit dem Infektionsschutz, da sich die Passantenfrequenz so auf einen zusätzlichen Tag verteilen könnte. Ob, und in welchem Umfang, auch die Stadt Rheine von dieser Möglichkeit Gebrauch macht, steht hingegen noch nicht fest. „Wir sind davon völlig überrumpelt worden“, schreibt EWG-Sprecherin Marike Thien auf Anfrage. Möglich sind nun Ladenöffnungen am 29. November, 6., 13., 20. Dezember sowie am 3. Januar. Der Nikolaustag am 6. Dezember war in Rheine ohnehin als Sonderöffnungstag eingeplant. Alle weiteren Termine würden nun mit den Innenstadtakteuren und der Verwaltung abgestimmt. Ob es aber überhaupt zu zusätzlichen Öffnungen komme, hänge nicht zuletzt am Entgegenkommen der Gewerkschaft Verdi. Dass die Maßnahme tatsächlich zur Entzerrung führe, davon ist die EWG überzeugt. „Insbesondere an den Adventssamstagen ist die Innenstadt erfahrungsgemäß gut gefüllt, ein Sonntag als Ausgleich würde somit zur Entzerrung führen“, heißt es im Antwortschreiben.

15.30 Uhr. Angesichts der deutschen Reisewarnung für ganz Belgien herrscht in der belgischen Grenzregion zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Unverständnis. Er bedaure, dass ganz Belgien zur roten Zone erklärt worden sei, sagte der Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft, Oliver Paasch.

14.35 Uhr. Das rheinische Derby am Samstag zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach droht wieder zum Geisterspiel zu werden. Am Donnerstag lag der dafür entscheidende Wert der Corona-Neuinfektionen bezogen auf 100 000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage bei 36,4 und damit über der kritischen Marke von 35.

13.50 Uhr. Vor dem Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober), den viele Bürger für Freizeitaktivitäten und Ausflüge nutzen werden, verstärkt auch die Bezirksregierung Münster ihre Appelle, die Corona-Schutzregeln zu befolgen. Mit einem neuen zweisprachigen Plakat wirbt sie auf Deutsch und Niederländisch für das Einhalten der „AHA“-Formel: Abstand halten, Handhygiene, Alltagsmaske. Angesichts der aktuell weiter steigenden Infektionszahlen rät die Bezirksregierung zudem, auf unnötige Ausflüge und Einkaufsfahrten in die benachbarten Niederlande zu verzichten.

Foto: Bezirksregierung Münster

12.47 Uhr. Im Kreis Steinfurt ist die Zahl der aktuell Infizierten rückläufig. Das teilte die Bezirksregierung mit. Stand 12 Uhr gelten im Kreisgebiet 145 Person als aktuell infiziert, gestern waren es 152. Im Regierungsbezirk ist die Zahl hingegen weiter gestiegen: Von 815 auf 859. Die einzelnen Kreise im Überblick:

  • Stadt Bottrop: aktuell Infizierte 36 (32), insgesamt Infizierte 366 (361), Verstorbene 7 (7), Genesene 323 (322)
  • Kreis Borken: aktuell Infizierte 69 (61), insgesamt Infizierte 1.371 (1.359), Verstorbene 38 (38), Genesene 1.264 (1.260)
  • Kreis Coesfeld: aktuell Infizierte 22 (16), insgesamt Infizierte 960 (953), Verstorbene 25 (25), Genesene 913 (912)
  • Stadt Gelsenkirchen: aktuell Infizierte 241 (241), insgesamt Infizierte 1.173 (1.152), Verstorbene 20 (19), Genesene 912 (892)
  • Stadt Münster: aktuell Infizierte 86 (74), insgesamt Infizierte 1.082 (1.065), Verstorbene 13 (13), Genesene 983 (978)
  • Kreis Recklinghausen: aktuell Infizierte 198 (177), insgesamt Infizierte 2.243 (2.212), Verstorbene 46 (46), Genesene 1.999 (1.989)
  • Kreis Steinfurt: aktuell Infizierte 145 (152), insgesamt Infizierte 1.835 (1.835), Verstorbene 93 (93), Genesene 1.597 (1.590)
  • Kreis Warendorf: aktuell Infizierte 62 (62), insgesamt Infizierte 1.055 (1.052), Verstorbene 21 (21), Genesene 972 (969)
  • Gesamtzahl: aktuell Infizierte 859 (815), insgesamt Infizierte 10.085 (9.989), Verstorbene 263 (262), Genesene 8.963 (8.912)

12.32 Uhr. Lockdown, massive Flugrückgänge und der Passagiereinbruch haben schwerwiegende wirtschaftliche Folgen. Der FMO wird in diesem Jahr zwei Drittel seines Umsatzes einbüßen. 2019 hatte er rund 30 Millionen Euro betragen. Der erwartete Verlust von rund einer Million Euro erhöht sich voraussichtlich auf acht bis neun Millionen Euro. [+]

11.48 Uhr. Leichte Entspannung in Emsdetten, deutliche Zunahme in Rheine: In folgenden Kommunen im Kreis Steinfurt sind nach Angaben der Kreisverwaltung aktuell Menschen nachweislich infiziert (Werte in Klammern: Vortag):

  • In Altenberge: 1 Person (1)
  • In Emsdetten: 61 Personen (62)
  • In Greven: 10 Personen (10)
  • In Hopsten: 1 Person (1)
  • In Hörstel: 3 Personen (3)
  • In Ibbenbüren: 10 Personen (12)
  • In Ladbergen: 1 Person (1)
  • In Laer: 3 Personen (4)
  • In Lienen: 1 Person (1)
  • In Metelen: 1 Person (1)
  • In Mettingen: 1 Person (1)
  • In Neuenkirchen: 1 Person (1)
  • In Nordwalde: 3 Personen (3)
  • In Ochtrup: 6 Personen (6)
  • In Recke: 2 Personen (2)
  • In Rheine: 42 Personen (36)
  • In Saerbeck: 1 Person (1)
  • In Steinfurt: 12 Personen (13)
  • In Wettringen: 3 Personen (3)

11.31 Uhr. Mehrere nordrhein-westfälische Städte und auch ein Kreis liegen laut RKI über dem ersten Corona-Schwellenwert für Einschränkungen von Feiern in Gaststätten und Publikum bei Fußballspielen. Werte oberhalb der Marke von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wies das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag für Köln (36,4), Duisburg (36,9), Gelsenkirchen (40,7) und den Oberbergischen Kreis (35,6) aus. Der Kreis Steinfurt hat sich von dem Schwellenwert wieder etwas entfernt (siehe Meldung von 10.09 Uhr).

11.05 Uhr. Die Corona-Krise bescherte Online-Lieferdiensten einen unverhofften Boom. War der Handel mit Lebensmitteln über das Internet zuvor eher ein Nischenmarkt, hoffen Händler nun auf dauerhaft steigende Umsätze. Die Corona-Krise beschleunigt nach Ansicht von Händlern der Lebensmittelbranche und Handelsforschern den Trend zu Online-Lieferungen.

10.30 Uhr. Zum dritten Mal hat der Krisenstab des Kreises Steinfurt das Fieberlazarett im ehemaligen Marienhospital in Laer wieder hochgefahren. Grund dafür ist der massive Corona-Ausbruch beim Putenzerleger Allfrisch in Emsdetten. [+]

10.09 Uhr. Die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen ist im Kreis Steinfurt erstmals wieder deutlich gesunken und liegt nun bei 23,9 pro 100.000 Einwohner. Am Vortrag meldete das Landeszentrum Gesundheit noch einen Wert von 31,1. In Nordrhein-Westfalen liegt der Wert durchschnittlich bei 20,6.

9.29 Uhr. Im Zuge der Corona-Pandemie sind allein im Gastgewerbe nach Erhebungen der Meldestelle für geringfügige Beschäftigung bis Ende Juni rund 325.900 Minijobs weggebrochen.

8.30 Uhr. Ob Daten-Klau, betrügerische Fake-Webseiten oder Schadsoftware: Cyberkriminelle haben während der Corona-Pandemie schnell Wege gefunden, die Krise für ihre Zwecke zu nutzen.

7.40 Uhr. Der Bürgermeister von Enschede, Onno van Veldhuisen, hat die Deutschen gebeten, wegen der Corona-Pandemie am Tag der Deutschen Einheit nicht in den Niederlanden einkaufen zu gehen: „Duitsers, blijf weg uit Enschede“ (Deutsche, haltet euch von Enschede fern), zitiert ihn die niederländische Zeitung Twentsche Courant Tubantia. Er bezeichnete die Sperrung seiner Stadt als „theoretische Option“.

7.08 Uhr. Kirmesstimmung während der Coronakrise auf dem Nordhorner Neumarkt? Der Pop-up-Freizeitpark „Ibbi-Land“ soll das möglich machen. Der temporäre Freizeitpark macht vom 8. Oktober bis zum 8. November in Nordhorn Station. [+]

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