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Kreis Steinfurt

Notbetreuung für Kinder eingerichtet

Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Sonntag, 15. März 2020 - 15:14 Uhr

von Newsdesk

In besonderen Fällen wird für Kinder im Kreis Steinfurt trotz der Schul- und Kitaschließungen eine Notbetreuung angeboten. Wenn die notwendigen Voraussetzungen vorliegen, kann ein Antrag bequem online gestellt werden. Das teilte der Kreis Steinfurt am Samstagvormittag mit.

Nachdem die Landesregierung am vergangenen Freitag beschlossen hat, alle Schulen und Angebote der Kindertagesbetreuung (Kindergärten, Kindertagespflege, Spielgruppen) ab Montag zu schließen, stellt sich für viele berufstätige Eltern die Frage, wie die Betreuung der Kinder ab der kommenden Woche sichergestellt werden soll.

Für das Jugendamt des Kreises Steinfurt und die Stadtjugendämter Emsdetten, Greven, Ibbenbüren und Rheine ist es unmöglich, für alle Eltern ein alternatives Angebot sicherzustellen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Eltern sind vorrangig angehalten, die Betreuung der Kinder privat zu organisieren. Dies kann beispielsweise durch Personen aus dem Familienkreis, der Nachbarschaft oder auch aus dem Kreis der Arbeitskollegen erfolgen.

Notwendige Voraussetzungen

In besonderen Fällen wird für Kinder weiterhin eine Betreuung in einer Betreuungseinrichtung ermöglicht, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen: Beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil arbeitet in einem Bereich, der für die Aufrechterhaltung der wichtigen Infrastrukturen notwendig ist und diese Eltern keine Alternativ-Betreuung ihrer Kinder organisieren können. Zu den Arbeitsbereichen gehört beispielsweise die Infrastruktur des Gesundheitsbereiches (u.a. Kliniken, Pflege, Unternehmen für Medizinprodukte), Versorgung (Energie, Wasser, Lebensmittel, Arznei), Justiz, Polizei, Feuerwehr, Erzieherinnen, Lehrerinnen und Mitarbeiterinnen im Kinderschutz.

Das Notfallbetreuungsangebot für die Kinder von Eltern dieser Berufsgruppen soll im Kreis Steinfurt im Laufe der Zeit je nach Bedarf ggf. in kleinen Gruppen (max. fünf Kinder) und bestimmten Einrichtungen gebündelt werden.

Rheine: Notfall-Gruppe in jeder Kita

Wie die Stadt Rheine am späten Samstagnachmittag mitteilte, wird die Notbetreuung wegen geschlossener Kitas und Kindertagespflege in Rheine ab Montag starten. In jeder Kindertagesstätte wird eine Notfall-Gruppe eingerichtet, aber die Zahl der betreuten Kinder aufgrund der Erlasslage auf eine Kleingruppe mit maximal fünf Kindern begrenzt.

„Identisch geregelt wird das Verfahren für die Kindertagespflege. Auch hier wird für Eltern mit Berufen aus den og. Infrastrukturen eine Notbetreuung eingerichtet“ erläutert Beigeordneter Raimund Gausmann.

Das Informationsschreiben an die Eltern ist auf der Internetseite der Stadt Rheine (www.rheine.de) hinterlegt.

Die Betreuung von Spielgruppen muss bis auf Weiteres ausgesetzt werden.

„Die Stadt Rheine nimmt noch an diesem Wochenende mit allen in Frage kommenden Einrichtungen Kontakt auf, damit diese ihre betroffenen Mitarbeiter/innen unverzüglich über diese Möglichkeit unterrichten können und die Notbetreuung ab Montag möglichst störungsfrei sichergestellt werden kann", wird Bürgermeister Peter Lüttmann in der städtischen Mitteilung zitiert. Schon jetzt wird darauf hingewiesen, dass die Anzahl der Notfallbetreuungsplätze gegebenenfalls nicht ausreicht, um die Nachfrage zu decken. In diesen Fällen wird eine Priorisierung erfolgen müssen.

Rheine: Lösung an Schulen

Zur Notbetreuung für Kinder an den Rheiner Schulen schreibt die Stadt Rheine, dass für Lehrer am 16. und 17. März eine Übergangsregelung und eine Anwesenheitspflicht gilt (Das gilt nicht für die bereits geschlossenen Gymnasien und die Euregio-Gesamtschule), um zu den üblichen Unterrichtszeiten eine Betreuung sicherzustellen für die Eltern, die kurzfristig keine anderweitige Betreuungsmöglichkeit finden konnten. Eltern sind jedoch verpflichtet, vorrangig die Betreuung ihrer Kinder privat zu organisieren.

Ab 18. März wird in besonderen Fällen für Grundschulkinder und Kinder der Klassen 5 und 6 weiterhin eine Betreuung in der Schule ermöglicht, wenn die oben beschriebenen Voraussetzungen (u.a. zum Arbeitsplatz der Eltern) vorliegen.

„Der Krisenstab der Stadt Rheine arbeitet mit Hochdruck daran, die Betreuung rechtzeitig zu organisieren. Die Eltern erhalten ab sofort per E-Mail einen Elternbrief mit den nötigen Informationen“, so Bürgermeister Peter Lüttmann. Der Elternbrief ist zur Information auf der Internetseite der Stadt Rheine (www.rheine.de) abrufbar.

Antrag stellen

Um die Notfallbetreuung in Anspruch nehmen zu können, müssen die betroffenen Eltern einen Antrag bei der Schulverwaltung der Stadt Rheine stellen. Mit der Antragstellung ist eine Unabkömmlichkeitsbescheinigung durch den Arbeitgeber für beide Elternteile bzw. für einen Elternteil bei Alleinerziehenden vorzulegen. Das Antragsformular steht auf der Homepage der Stadt Rheine ebenfalls unter www.rheine.de zum Download zur Verfügung.

Für Rückfragen steht die Schulverwaltung in Rheine am Montag ab 7 Uhr unter Telefon 05971 / 939 351 zur Verfügung.

Auch in den anderen Orten müssen die betroffenen Eltern einen Antrag beim zuständigen Jugendamt stellen. Mit der Antragstellung ist auch dort eine Unabkömmlichkeitsbescheinigung durch den Arbeitgeber für beide Elternteile bzw. für einen Elternteil bei Alleinerziehenden vorzulegen. Das Antragsformular steht auf der Homepage des Kreises Steinfurt unter www.kreis-steinfurt/jugendamt und den Internetseiten der Stadtjugendämter zum Download zur Verfügung.

Die Anträge sind per Mail an folgende Adressen zu senden:

  • Stadt Rheine: notbetreuung@rheine.de

  • Stadt Emsdetten: notbetreuung@emsdetten.de

  • Stadt Greven: notbetreuung@stadt-greven.de

  • Stadt Ibbenbüren: notbetreuung@ibbenbueren.de

Eltern in allen anderen Städten und Gemeinden im Kreis Steinfurt: notbetreuung@kreis-steinfurt.de