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Münsterland

IHK-Abschlussprüfungen werden verschoben

Aus- und Fortbildungsprüfungen im Sommer

Freitag, 27. März 2020 - 11:14 Uhr

von Newsdesk

Foto: Armin Weigel/dpa

Symbolfoto

Die für April und Mai geplanten schriftlichen IHK-Abschlussprüfungen in der betrieblichen Ausbildung werden bundesweit einheitlich in den Sommer 2020 verschoben. Das teilt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen mit. Die schriftlichen industriell-technischen Prüfungen sollen demnach am 16. und 17. Juni und die kaufmännischen am 18. und 19. Juni stattfinden. Auch die IHK-Fortbildungsprüfungen werden aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bis einschließlich Mai ausgesetzt. Sie werden zwi-schen Juni und August nachgeholt.

Allein im IHK-Bezirk Nord Westfalen, der das Münsterland und die Emscher-Lippe-Region umfasst, sind es nach IHK-Angaben rund 9.000 junge Frauen und Männer betroffen, deren Prüfungen die IHK nun neu organisieren muss. Bundesweit sind es 210.000.

Teil der Prüfungen bis in die Sommerferien

Um diese außergewöhnliche Situation zu bewältigen und gleichzeitig den Auszubildenden einen möglichst schnellen Übergang ins Berufsleben zu ermöglichen, werde die IHK nach eigenen Angaben teilweise von üblichen Prüfungsabläufen abweichen. Dennoch werde sich ein Teil der Prüfungen bis in die Sommerferien hineinziehen, in Ausnahmefällen sogar über das reguläre Ende der Ausbildungszeit hinaus.

„Wir arbeiten mit Hochdruck an einem zügigen und sicheren Ablauf der Prüfungen“, informiert Carsten Taudt, Geschäftsbereichsleiter für Bildung und Fachkräftesicherung bei der IHK Nord Westfalen, über die bundesweit geltende Entscheidung der IHK-Organisation. „Für die Auszubildenden sind die Verschiebung und die damit verbundenen Komplikationen natürlich ärgerlich. Der Schutz und die Gesundheit aller Beteiligten gehen jedoch vor“, betont Taudt. Die IHK informiert die Prüfungsteilnehmer und die Ausbildungsbetriebe stets aktuell auf der Website www.ihk-nw.de/corona-bildung und so schnell wie möglich auch per E-Mail über die Details der Verschiebungen.

Absprache mit den Betriebsleitungen

Die Neuorganisation der Prüfungen sei nicht einfach. „Viele praktische Prüfungsteile finden in den Werkstätten großer und kleiner Betriebe statt. Wann und wie dort wieder geprüft werden kann, klären wir jetzt mit den Betriebsleitungen“, gibt der Bildungsexperte ein Beispiel.

Die IHK begründet die Absage mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen sowie mit den Vorgaben in einzelnen Bundesländern. Insbesondere aufgrund dieser Vorschriften „ist es faktisch unmöglich geworden, bundesweit einheitliche Prüfungen ordnungsgemäß abzuhalten“, sagte Taudt.