Deutschland-Achter verpasst Finale - Zeidler auf Kurs

Deutschland-Achter verpasst Finale - Zeidler auf Kurs

Im Deutschland-Achter hat es einen Corona-Fall gegeben. Foto: Sven Hoppe/dpa

Racice (dpa) - Der Deutschland-Achter hat bei der Ruder-WM in Tschechien das Finale verpasst.

Das durch einen Coronafall geschwächte DRV-Paradeboot musste sich auf der Regattastrecke von Racice im Hoffnungslauf mit Rang drei hinter den Niederlanden und den USA begnügen. Der Abstand zu den beiden führenden Teams betrug im Ziel zwei Bootslängen. Damit findet das Achter-Finale einer internationalen Top-Regatta erstmals seit den Olympischen Spielen 2008 von Peking ohne deutsche Beteiligung statt.

Vor dem Hoffnungslauf wurde Julian Garth positiv auf das Virus getestet. Den Rollsitz des erkrankten Krefelders nimmt deshalb Max John aus dem Vierer ohne Steuermann ein. Für das Großboot kommt dieser Umbau nach dem enttäuschenden vierten Rang im Vorlauf zur Unzeit. Schon vor der WM waren zwei aus beruflichen Gründen verhinderte Teammitglieder ersetzt worden.

Anders als der Achter bescherte Oliver Zeidler der DRV-Flotte einen seltenen WM-Lichtblick. Mit einem souveränen Halbfinal-Sieg über Graeme Thomas (Großbritannien) und Jordan Parry (Neuseeland) untermauerte der Weltmeister von 2019 aus München seinen Anspruch auf eine Medaille. Er ist damit der einzige Deutsche, der in den 14 olympischen Klassen an einem WM-Finale teilnimmt.

Dagegen ist der Traum von einem Podestplatz für Alexandra Föster zu Ende. Die EM-Dritte aus Meschede verpasste trotz eines beherzten Schlussspurts als Vierte knapp den Endlauf.

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