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US-Korbjäger verlieren erstmals seit 17 Jahren bei Olympia

Sonntag, 25. Juli 2021 - 16:36 Uhr

von dpa

US-Spieler Jrue Holiday (l) verteidigt am Korb gegen Vincent Poirier aus Frankreich. Foto: Charlie Neibergall/AP/dpa

Saitama (dpa) - Der große Gold-Favorit USA hat die erste Niederlage beim olympischen Basketballturnier seit 2004 kassiert. Im Top-Spiel der Vorrundengruppe A unterlag die Mannschaft von Trainer Gregg Popovich in Saitama Frankreich mit 76:83 (37:45).

Damit konnten sich die schwachen Amerikaner zum Auftakt in Japan nicht für das bittere Viertelfinal-Aus bei der WM 2019 gegen die Franzosen revanchieren. Zudem unterlagen sie erstmals seit dem verlorenen Halbfinale 2004 in Athen gegen Argentinien wieder bei Olympia. Beste US-Werfer waren Jrue Holiday (18 Punkte) und Bam Adebayo (12). Evan Fournier führte Frankreich mit 28 Punkten zum verdienten Erfolg.

Obwohl Zuschauer aufgrund der strengen Corona-Beschränkungen verboten sind, war die Haupttribüne mit Journalisten und Medienschaffenden auffällig gut gefüllt. Zu sehen bekamen sie zunächst konzentrierte Amerikaner, die sich in der ersten Halbzeit souverän einen Vorsprung erspielten. US-Superstar Kevin Durant leistete sich allerdings früh viele Fouls und konnte nur noch dosiert eingesetzt werden. Nach dem Seitenwechsel wurde Frankreich deutlich stärker und führte vor dem Schlussviertel 62:56. Das konnten die USA nicht mehr aufholen.

Nach den Olympiasiegen 2008, 2012 und 2016 geht es in Tokio für die US-Stars um das vierte Gold nacheinander. Allerdings tritt der Erste der Weltrangliste nicht in Bestbesetzung an und muss auf Größen wie LeBron James verzichten. Auch die Vorbereitung verlief mit Pleiten gegen die deutschen Gruppengegner Nigeria und Australien sowie Corona-Ärger ziemlich holprig. In der Vorrunde geht es gegen die Außenseiter Iran und Tschechien noch um den Einzug ins Viertelfinale.